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Zerbrochene Freundschaft

Dieses Thema im Forum "Abschiedsworte" wurde erstellt von Georgie, 19 Februar 2018.

  1. Georgie

    Georgie Member

    Registriert seit:
    28 Juni 2006
    Beiträge:
    458
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    2
    Zwei Jahre ist es her, dass wir das letzte Mal Kontakt hatten und ich habe gedanklich immer noch damit zu tun. Inzwischen habe ich das Ende unserer Freundschaft schon tausendmal beleuchtet und auch diverse Schlüsse gezogen. Rein rational verstehe ich die Dinge. Emotional scheinbar noch nicht.

    Unsere Freundschaft hatte ich als ganz normal empfunden. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt, dann hast du ein anderes Gesicht gezeigt.

    Ich habe damals meinen Partner kennen gelernt und hatte nun weniger Zeit für dich. Auch wenn du verbal andere Begründungen für deine Reaktionen und Handlungen am Ende der Freundschaft angeführt hast, so lässt dein Verhalten doch darauf schließen, dass das der ausschlaggebende Grund für den Konflikt war.

    Nichts ahnend habe ich die erste Verliebtheit genossen, bis der große Knall kam. Deine E-Mails mit diesen ganzen Unterstellungen, Beschuldigungen, Beleidigungen, Zurechtweisungen und Belehrungen wie man zu sein und sich zu verhalten hat. Auch deine Forderungen und Erwartungen an Freundschaften sind mir in diesen E-Mails sehr deutlich geworden: Wen kann ich durch dich kennenlernen und was gibst du mir als Gegenleistung für meine in der Freundschaft geleisteten Dienste? Das hat mich schwer getroffen und mich auch sehr ernüchtert. Bei der Freundschaft schien es dir nicht wirklich um mich als Mensch gegangen zu sein.

    Ich hätte es wohl früher merken können. Die abwertenden Bemerkungen, die du über Freunde gemacht hast. Die Urteile, die du über Familie und Bekannte gefällt hast. Oft ziemlich unreflektiert. Ich hatte den Eindruck, dass jede deiner Beziehungen irgendwie problembehaftet war und immer ging dies von den anderen aus.

    Ich neigte damals dazu, meine Freunde immer in gutem Licht zu sehen und sie nicht so sehr in Frage zu stellen. Du warst meine Freundin, deshalb wollte ich dir immer bei deinen Problemen zuhören, dir Mut zusprechen und versuchen, dich ein Stück weit aus deinen Tiefs zu holen. Heute weiß ich, dass man auch Freunde nicht immer kritiklos betrachten, sondern deren Handlungen hinterfragen und gegebenenfalls andere Möglichkeiten aufzeigen sollte. Dadurch werden Freundschaften viel konstruktiver.

    Dies habe ich aus der damaligen Situation gelernt. Bisher konnte ich diese Erkenntnis noch nicht für mich bewerten. Doch während des Schreibens merke ich, dass dies ein positiver Aspekt ist, denn ich aus der ganzen Sache mitgenommen habe.

    Bisher konnte ich nur die negativen Aspekte in meinem Verhalten wahrnehmen, die durch dieses Erlebnis begründet sind. Ich bin fremden Menschen gegenüber deutlich misstrauischer und innerlich nicht mehr so offen wie früher. Gegenüber Freunden bin ich in meinem Verhalten viel vorsichtiger, versuche mich regelmäßig zu melden, damit sich keiner zurückgesetzt fühlt und hinterfrage meine Handlungen unter dem Aspekt, ob sich andere nicht verletzt dadurch fühlen.

    Insgesamt kann ich sagen, bin ich in meinem Verhalten ängstlicher geworden. Das ist sehr anstrengend und ich fühle mich zuweilen ziemlich unfrei. Und rein vom Verstand her weiß ich, dass keiner meiner Freunde dieses Verhalten von mir verlangt.

    Es ist mir bewusst, dass ich wohl nie mehr so unschuldig an eine neue Freundschaft herangehen werde, wie vor diesen Ereignissen. Aber ich möchte endlich emotional davon Abschied nehmen, um wieder meine innere Freiheit zu erlangen. Deshalb schreibe ich hier:

    A., ich nehme heute Abschied von dir.

    Du hast mich eine Zeit lang auf meinem Lebensweg begleitet, doch nun muss ich mich von dir trennen.

    Am Ende musste ich erkennen, dass wir ziemlich unterschiedlich sind.

    Doch wir hatten auch schöne Zeiten und ich habe von dir gelernt.

    Ich wünsche dir alles Gute für deinen weiteren Lebensweg.
  2. Hase55

    Hase55 Active Member

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    Nun ja, ich mußte mich zwangsläufig auch mit meiner Vergangenheit beschäftigen und mir fiel da auch auf, das so einige, langjährige Freundschaften auseinander gingen. Warum? Ich wußte es auch nicht wirklich. Doch zu verschieden im "Grundmuster" vielleicht?
    Heute kann ich mir das nur durch Jugend/Unreife und die ständige Veränderung im Kopf erklären, deswegen glaube ich auch, das man selbst mit 25 Jahren noch kein "fertiger" Mensch sein kann (jedenfalls die Wenigsten).. Merken tut man das aber erst, wenn man dann mal 40 oder mehr ist.
    In meinem Fall kann ich auch noch sagen, das ich mich für so einige Dinge in meinem Verhalten und was ich mal gesagt oder getan habe sehr schäme. Heute weis ich auch, das meine erlittenen, unterbewußten, schweren Traumatas nicht unschuldig daran waren.

    Je älter man wird, desto mehr verändert sich fast unmerklich das eigene Denken. Dinge, die man mit 20/25 noch in den "Himmel" gehoben hat, waren plötzlich nicht mehr wichtig und Anderes bekam plötzlich eine Bedeutung.
    Heute sage ich nur, das wirklich wahre Freundschaften sehr selten sind und man sich glückich schätzen kann, wenn man sowas hat. Sehr Schade eigentlich.

    Freundschaft, man hakt sie irgendwie ab, aber vergessen tut man sie eigentlich nicht wirklich. Ich hätte mich gerne mal mit Einem von damals getroffen, hätte gern gewußt was aus ihnen geworden ist, denn sie waren ja mal Teil des eigenen Lebens. Nie habe Jemanden wieder gesehen.
    Aber wenn man bissel Glück hat, dann findet man auch Neue, was einen ein wenig Trost gibt. Ich wünsche es dir.................
    LG
  3. Georgie

    Georgie Member

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    Hallo Hase55,

    vielen Dank für deine Gedanken.

    Ich bin zwar noch keine vierzig, aber nun auch nicht mehr ganz "so jung" (Anfang dreißig).

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass von den vielen Stationen, die ich im Leben hatte, immer nur eine bis maximal zwei Freundschaften übrig geblieben sind, die die Zeit überdauert haben. Die empfinde ich aber als wirklich beständig. Und mir ist bewusst, dass ich mit diesen wirklich Glück habe.

    Wenn bei mir Freundschaften geendet haben, dann war das ein schleichender Prozess. Irgendwie hat man sich "auseinander gelebt", sich weniger gemeldet und am Schluss gar nicht mehr. Es war keine bewusste Entscheidung für "ich beende jetzt die Freundschaft".

    Deshalb hat mich der Streit und die Art, wie die Freundschaft geendet hat, auch so sehr verletzt. An dieser Stelle bin ich wohl zu harmoniebedürftig.

    Sie hatte zu dieser Zeit auch einige Veränderungen in ihrem Leben und an diesem Punkt haben sich unsere Leben auseinander entwickelt. Ich bin aber ein geduldiger Mensch und halte es aus, wenn Situationen und Umstände sich verändern. Denn ich denke, nach einer Weile tariert sich das aus und beide Parteien haben sich auf die neue Situation eingestellt. Dann kann man die Freundschaft auf einer neuen Ebene weiterführen. So viel Geduld konnte sie hinsichtlich meiner Veränderung offenbar nicht aufbringen.

    Dies und noch weitere Dinge, die sie mir in ihren E-Mails geschrieben hat, lassen mich darauf schließen, dass sie die Freundschaft wohl eher aus einem nutzorientierten Sicht betrachtet hat. Das hat mich damals alles sehr weh getan. Vielleicht war es so, weil ich sowas vorher noch nicht erlebt habe.

    Nun gut, ich habe immer noch liebe Freunde. Und der Wunsch zu heilen, ist da. Das kann nur gut sein.

    Liebe Grüße
  4. Hase55

    Hase55 Active Member

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    Trennungen von DEM was man gern hatte, tun immer weh. Dabei spielt es kaum eine Rolle ob es Freundschaft oder Partnerschaft ist. Es geht um das "verlieren" (für den Verlassenen) und die Frage: ist man es plötzlich nichts mehr Wert? Selbstwertgefühl.....
    Hinzu kommt ja auch immer, das man die Schuld bei sich selber sucht und das "Wertigkeitsgefühl" noch weiter absinkt. Einen Freund habe ich auch "sausen" lassen, wollte mich da nicht länger ausnutzen lassen.. Solche gibt es auch.

    Das Leben geht weiter, aber ich trauere manchen Dingen aus meinem Leben auch hinterher. Läßt sich aber nicht ändern.

    LG

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