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Was stimmt bloß nicht mit mir/uns?

Dieses Thema im Forum "Ehe, Beziehung und Partnerschaft" wurde erstellt von Nadinsche, 1 Juli 2016.

  1. Lit

    Lit KSF-Team Mitarbeiter

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    Es tut mir sehr leid, dass es dir schlecht geht Nadine. :(

    Ich hatte letztes Mal nicht mehr hier geantwortet, weil ich den Eindruck hatte, das du dich entschieden hast egal was geschrieben wird.

    Jeder sollte so sein wie er ist und sich nicht charakterlich verstellen müssen in der Partnerschaft - finde ich. Deine Gewissensbisse, dass es an dir liegen könnte, dass er sich nun querstellt, erscheinen mir, als würdest du nicht in aller Konsequenz zu dem stehen wollen, was du möchtest. Wenn er morgen an der Tür klopft, sagt, ich ändere mich und dann eben nichts kommt, sagst du zwar "Stop, Ändere dich" aber wenn weiter nichts kommt, dann ists auf Dauer so, dass die Beziehung weiter dahin plätschert.

    Er ist so wie er ist. Ich habe das schon ein paar Mal geschrieben, weil ich irgendwie denke, dass es nicht ankommt bei dir, dass er eben genau so ist. Man kann ihn nicht ändern und auch er kann sich nur bis zu einem gewissen Grad ändern. Ihm liegt es aber scheinbar nicht, mehr Gefühle zu zeigen bei dir, mehr in eure Beziehung zu stecken. Er gibt das was er kann und das ist für dich zu wenig, denn du bist unglücklich mit diesem bisschen Gefühl.

    Dass er eher auf andere hört als auf dich, bedeutet mMn, dass er sich persönlich nicht wohlfühlt so wie es ist. Das sind irgendwie nicht die richtigen Worte, aber finde es schwierig zu formulieren. Bei dir kann er gut nachvollziehen, weshalb ein zweites Auto z.B. nicht drin ist, aber innerlich findet er eben doch, dass er eines braucht. So ist es auch mit diesen Handyspielen. Sobald er außer Reichweite ist, kauft er sich die Dinge die er will, möchte nicht verzichten.

    Es wirkt, als würdet ihr auf unterschiedlichen Ebenen miteinander leben, unterschiedliche Pläne haben für euer Leben. Und das ihr nicht zueinander findet in diesen Punkten die euch beiden wichtig sind. Es klappt nicht bei euch, dauerhaft an einem Strang zu ziehen ist mein Eindruck.

    Vielleicht könnte eine Beziehungsberatung euch helfen, zumindest jeweils dem Partner zu verdeutlichen, was jeder möchte in der Partnerschaft und im Leben. So was ist wertungsfrei und man kann damit überlegen wie es weitergeht.

    Kalkulieren, dass er zurückkommt (ernsthaft mit Gefühlen und allem), würde ich nicht. Und ich frage mich, wofür du dieses Zurückkommen brauchen würdest. Es würde nichts ändern bzw. wie immer nur für eine gewisse Zeit und schließlich wäret ihr Beiden wie ihr eben seid und das Ganze gänge von neuem los.

    Eigentlich möchte ich dir gerne raten, den Mut zu haben, loszulassen, aber wahrhaftig und nicht mit dem Gedanken, er käme dann zurück. Nein, so loszulassen, dass du selbst irgendwann merkst, dass er möglicherweise tatsächlich nicht der Partner ist, den du möchtest und der zu dir passt.

    Ich würde dir wünschen, den Mann zu finden, der dich so nimmt wie du bist und bei dem auch du charakterlich wenig auszusetzen hast in den für dich wichtigsten Punkten.

    Aber ich weiß es natürlich auch nicht. Ich kenne ihn nicht persönlich und auch nicht seine Sicht der Dinge (er würde wohl sicherlich vielem von dir zustimmen und einsichtig sein wie immer, aber im Inneren eben nicht - Gegenteil tun von dem was er sagt).

    Ich hoffe, deine Eltern können dich ein wenig auffangen in dieser Zeit.

    Ganz lieben Grüße, Lit :knuddeln:
  2. Nadinsche

    Nadinsche Well-Known Member

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    Hallo Lit,

    vielen lieben Dank für deine Antwort. :knuddeln:

    Deine Worte verstehe ich natürlich. Klar mache ich mir auch Gedanken, selbst wenn er die Ehe fortführen möchte, wie wird es dann wohl sein?

    Ich versuche ihn mal zu beschreiben und ein paar Dinge, die mir gestern so durch den Kopf gingen.
    Er hatte eine scheiß Kindheit, Eltern ließen sich scheiden als er ca. 8-10 Jahre alt war, er hat 2 Brüder und alle sind sie kurzweilig in einem Heim großgeworden. Die Mutter war mit den Jungs überfordert, muss auch psychisch vorbelastet gewesen sein. Zumindest ist sie heute in Behandlung, ist auch in Frührente, lebt weit weg.
    Der Vater interessiert sich bis heute kaum für seine Kinder. Klar sind sie ihm sicher nicht egal, aber er zeigt es nicht, meldet sich von sich aus nicht. Er hat uns einmal zum grillen eingeladen, wo er nur über seinen Job sprach. Nie über irgendwas, was wirklich ihn persönlich betrifft.
    Mein Mann ist zum Teil bei Oma und Opa groß geworden. Seine Oma war seine Allerbeste, die vor vielen Jahren unerwartet gestorben ist. Er hat mir erst kürzlich mitgeteilt, dass er mit ihrem Tod allein gelassen worden ist.
    Sein Opa versucht nun seit Jahren die Familie zusammenzuhalten. Er ist aber sehr starrsinnig in vielerlei Hinsicht und somit auch kein richtiger Auffang für meinen Mann. Wenn wir zu Besuch sind, stichelt er immer wegen uraltem Kram und mein Mann kann sich nicht zur Wehr setzen, wo ich schon desöfteren gesagt habe:"Das alte ist doch nun vorbei" (ohne mich einmischen zu wollen).
    Mein Mann hat in seiner Jugend auch viel Mist gebaut. Alkohol, sämtliche Drogen usw. Nur er allein kam da wieder raus, auch wenn es natürlich seitens des Opas Hilfe gegeben haben soll.
    Als ich meinen Mann kennenlernte, war er ein eingeschüchtertes Nichts, in schwarz gekleidet und hatte absolut Null Selbstbewusstsein!
    Er hatte zu keinem Teil seiner Familie Kontakt, nahm ihn erst in unserer Beziehung langsam wieder zum Opa & Vater auf.
    Zu seiner Mutter hat er seit... ca. 3 Jahren Kontakt und hat sie im Januar das erste Mal in einem Café getroffen nach 13 Jahren oder so.

    Er versucht Jedem zu helfen, stellt sich dabei völlig in den Hintergrund (vergisst sich regelrecht) und scheint sein bisschen Selbstbewusstsein u.a. aus dem Lob zu ziehen.
    Er kann schlecht kommunizieren, auch mit Anderen und hat fast gar kein Durchsetzungsvermögen.
    Wenn er sich irgendwas in den Kopf setzt, dann muss das aber auch unbedingt sein.
    Wenn er verletzt ist, dann zieht er sich zurück in sein Schneckenhaus, versucht sich mit anderen Dingen abzulenken, statt intensiver über Dinge nachzudenken.

    Ich habe absichtlich jetzt mal nur seine negativen Seiten aufgeschrieben, damit man vielleicht ihn versteht bzw. wie kaputt er eigentlich ist. In seiner Familie wird alles totgeschwiegen. Man findet sich einfach damit ab, dass man so ist, wie man ist. Dabei möchte er was ändern und hadert oft mit sich. Er merkt selbst, dass er sich selbst im Wege steht und bei ihm viele Dinge von früher nicht aufgearbeitet sind. Das hat er mir so bestätigt und ich denke es ist tatsächlich so und hat nichts mit mir zutun.

    Man muss doch mit sich selbst im Reinen sein, um eine Beziehung führen zu können oder?
    Und man muss man selbst sein. Und das ist er nicht! Er ist in sich gefangen, obwohl er es ändern möchte.

    Als es damals zur Trennung kam, war es wiefolgt:
    Ich meckerte rum, weil er nur am PC hing. Weil ich meckerte, vergrub er sich immer mehr. Ich habe es ewig mitgemacht, aber war dann so sehr verletzt... habe ihm meinen Ring auf den Tisch geknallt und gesagt, dass es vorbei ist.
    Statt um uns zu kämpfen (und ja, er liebte mich sehr), vergrub er sich noch mehr. Verrannte sich in irgendwelche Frauengeschichten und stritt ab, mich zu lieben. Ich habe mit Engelszungen mit ihm geredet, wodurch ich ihn auch "brechen" konnte. Er ließ Gefühle zu, weinte, gab zu mich doch irgendwo zu lieben... Aber dann wurde ich wieder rabiater, habe ihm am Kopf geworfen, dass das mit der Tussi Hirngespinnste sind und er gar nicht in der Lage ist, solch eine Beziehung zu führen etc., was ihn wieder von mir weg trieb.
    Dann wollte er hinfahren. Ich redete wieder vorsichtig mit ihm, machte ihm klar das ich nicht auf ihn warten könne. Er nahm mich in den Arm, ganz fest und weinte, sagte aber: Ich muss wissen, was das mit IHR ist. Es tut mir sehr leid.
    Ich begann abzuschließen...als von ihm eine SMS kam, wie leid ihm alles täte etc. Ich meldete mich nicht. Als er dann wieder Zuhause war, redete er mit mir (und das fällt ihm total schwer).
    Und dann ist unsere Beziehung (aus heutiger Sicht) auch viel besser geworden. Nur das mit der Kommunikation ist weiterhin so schwer für ihn. Nur weiß ich jetzt, dass auch ich in alte Muster gefallen bin. Klar schreie ich ihn nicht mehr an, wie früher. Aber wenn man laufend hören muss, dass man reden soll, sich was einfallen lassen soll etc. - wie soll man dann kurz darauf das auch umsetzen können, wenn man verletzt ist? Zudem habe ich ihn in vielerlei Hinsicht eingeengt, wenn auch nicht unbegründet... Aber ist mir jetzt erst alles aufgefallen, u.a. durch ein Gespräch mit seinem Opa. Mein Mann bestätigt das auch alles.

    Durch eine Bekannte erfuhr ich nun von seinem Kontakt zu einer anderen Frau seit 4 Wochen. Und ich redete gestern mit ihm und er bestätigte mir folgendes:
    Als es vor 4 Wochen um sein Handy ging, konnte er nicht sagen, dass ich wichtiger bin wie das Ding. Sicherlich auch, weil ich ja eh ständig nörgeln tue...(orallem seitdem ich wieder Zuhause bin, davor ging es. Ich habe es aber nicht bemerkt, dass ich wieder übertreibe, weil er mich ja auch nicht kritisiert. Und ich mich wohl auch falsch reflektiert habe..
    Jedenfalls musste ich ihm das erst irgendwann entlocken, dennoch war ich verletzt, dass er mich in dem Glauben ließ. Wir vereinbarten zusammen, dass ich für ein paar Tage zu meinen Eltern fahre.
    Das ich mich dann aber erstmal nicht melde, dann auch noch Zweifel habe und vorallem, obwohl er sich längst für uns entschieden hat...das alles verletzte ihn. Und er ist wirklich sehr sensibel. Er fühlte sich allein, gefangen in unserer Wohnung, weil er keinen zum Reden hatte (weil nur ich ihn verstehen kann?). Und er machte dann komplett dicht, innerlich. Das merkte ich auch, als er mich von meinem Eltern abholte & er mit mir kein Gespräch beginnen konnte und nichts. Aber ich habe nicht daran gedacht, dass er so verletzt gewesen sein könnte... Stattdessen gingen die Vorwürfe meinerseits weiter. Das ist ja auch nicht allein meine Schuld, ich kann ja nicht in ihn hinein sehen. Ich war verletzt und bin auch keine Psychologin.
    Dann kam letzte Woche wieder Streit. Am Wochenende stellte sich das mit dem Auto auch noch raus. Und als er dann sich gegen den Neukauf eines Autos und FÜR mich entschied, habe ich mich nicht gefreut, sondern war noch verletzt. Das hat ihn wiederrum verletzt und er konnte damit wieder nicht umgehen.

    Das hat er mich gestern alles so bestätigt, als ich mit ihm darüber sprach. Er hat wirklich überlegt und man sah ihm an, wie tief das alles in ihm drin steckt & er keine Gefühle zulassen kann. Es ist wie früher...
    Zudem hat er abfällig über seine seit 4 Wochen bestehende Bekanntschaft geredet, obwohl er mir zuvor noch schrieb, dass er wirklich keine Ahnung hat, ob er Gefühle für sie hat oder nicht. Hat er nicht, ich merke es. Er schreibt nicht mit ihr und...ach man kann es einfach nicht erklären.
    Ich habe ihn tief in seinem Herz getroffen, das habe ich einfach gespürt... ich kann es nicht richtig erklären.

    Ich weiß es ist von Außen nicht zu verstehen. Als ich gestern das kurz der Bekannten von uns schrieb, kam sie direkt mit Vorwürfen gegen ihn, dass er sich eine Andere sucht & mich wegschmeißt, sobald er sie rum hat etc. Aber so ist er nicht!

    Und ich spüre zwischendurch auch, dass er mich noch liebt. Es nur im Augenblick nicht zulassen kann. Ich versuche ganz behutsam mit ihm umzugehen, vorsichtig zu reden & davon jeden Tag nur ein bisschen, weil es ihn schnell überfordert. Er ist auch fix und alle zur Zeit, nicht von der Arbeit sondern geistig. Aber als ich gestern Abend vor ihm stand und mir eine Träne runterlief, strich er sie weg, nahm mich fest in den Arm und brachte mich anschließend zum Lachen. So wie er es sonst immer gemacht hat, und das mit keiner Anderen!

    Ich weiß, dass man einen Menschen nicht ändern kann. Das hatte ich in dem Sinne auch nicht vor. Er hat einen guten Charakter und ich weiß einfach, dass wir zusammen passen & gehören.
    Aber das mit der Kommunikation muss man hinbekommen. Das liegt nicht an seinem Charakter, sondern an seinen Erlebnissen, die er nicht verarbeitet hat. Meine Ma war früher in ihrer Beziehung auch so, dass sie nicht reden konnte & vorallem nicht wollte (! was mein Mann von sich aus ja auch wirklich möchte) und sie hat auch daran gearbeitet, sodass meine Eltern sich gegenseitig alles sagen können.
    Und ich denke einfach, dass es bei meinem Mann ähnlich ist. Er sagt ja selbst immer: Die Gedanken kreisen & ich kann sie nicht festhalten, nicht einen aussprechen obwohl ich es möchte.

    Als ich gestern feststellte, wie es tatsächlich in ihm aussieht, merkte ich, dass wir in der Hinsicht seit der damaligen Trennung viel geschafft haben. Nur das, was da noch in ihm schlummert, kann ich nicht aufarbeiten. Da muss ein Psychologe ran... Und er sagte sofort, Ja das stimmt.
    Ich hätte es ahnen sollen. Bei Gesprächen mit meiner Oma vor 4 Wochen sagte sie schon, dass ihn da irgendwas blockiert und er einen Psychologen braucht.

    Und mal unabhängig von mir: Er kann nicht reden, das muss er aber in jeder Beziehung zu einem gewissen Teil können!
    Und NUR, weil er einen haufen Mist in seinem Leben durch hat, den er nicht aufgearbeitet hat, soll ich eine Ehe aufgeben!?
    Ja, vielleicht zerbricht unsere Ehe daran. Aber dann möchte ich wenigstens, dass er in seinem Leben weiterkommt. Denn seine Beziehungen würden immer wieder nur bis zu diesem Punkt kommen.
    Solange ich noch das mit mir vereinbaren kann, werde ich kämpfen. Und ja, das tut sehr weh und ist schwer. Aber unschuldig bin ich daran ja auch nicht...

    Ach ja: Ja er ist auch ein Ja-Sager. Er nimmt viele Meinungen einfach an, ohne nachzudenken. Aber ich versuche ihm immer seine Meinung zu entlocken & ich denke das kann ich inzwischen ganz gut. Wenn es auch immer viel Fingerspitzengefühl verlangt und ich eigentlich ein sehr ungeduldiger Mensch bin.
    Ich denke seine eigene Meinung kann er nicht vertreten, weil er mit seinem Gedanken nicht klar kommt und sowie so nicht richtig reden kann...


    Liebe Grüße
    Nadine
    Zuletzt bearbeitet: 5 August 2016
  3. Kinimod

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    Hey meine Liebe,

    ja Du hast recht. Man sollte sich selber immer schützen.
    Deswegen sagte ich ja mit dem kämpfen nicht aufhören.... weil man sich das sonst irgendwann vorwirft... :(
    Aber es heißt auch nicht das man sich selbst Opfern soll...

    Klar kannst Du einen Thread für Briefe machen.

    Liebe Gruß:knuddeln::knuddeln::knuddeln:

    Kinimod
  4. Lit

    Lit KSF-Team Mitarbeiter

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    Huhu :)

    es ist zwar lieb, dass du seine Eigenschaften auflistest oder von seiner schweren Kindheit erzählst, aber es hat mit dem Problem, welches ihr habt, meiner Meinung nach wenig zu tun.

    Viele Menschen haben Dinge in ihrer Kindheit und Jugendzeit erlebt, die für sie und ihr Umfeld schwer waren und trotzdem sind sie nicht "verkorkst" bis auf alle Ewigkeit und können sich darauf zurücklehnen.

    Wo ist denn die Augenhöhe in der Beziehung, wenn einer stets versucht, dem anderen in seinen Wünschen zuvor zu kommen, ihm alles Recht zu machen. Sich selbst zu reflektieren ist super und das du das kannst, weiß ich. Dennoch sollte der Grad der Selbstaufopferung erkannt werden.

    Wenn er eine Therapie machen möchte, prima. Aber dazu gehört vor allem, sich selbst darum zu kümmern. Nicht du sondern er muss dies wollen und auch umsetzen. Nur äußern, dass eine Therapie sinnvoll wäre, bringt es nicht.

    Ich verstehe nicht so ganz, weshalb du für ihn möchtest, dass er Beziehungen führen kann. Ja, man wünscht seinem Partner, den man liebt, das Beste. Aber nochmal, Selbstaufopferung kann nicht Sinn der Sache sein, denn du selbst wirst eben nicht glücklich sein, wenn er plötzlich feststellt, dass er mit einer anderen Frau eine Beziehung wird führen können.

    Es ist nicht böse gemeint, aber auch deine Texte wirken auf mich, als würdest du dir alles schön reden. Es geht ja nicht darum, dass man nicht kämpfen sollte um eine Beziehung sondern auch irgendwo darum, wie lange eigentlich noch.

    Dass er weint, wenn er sagt, dass er keine Gefühle mehr hat, ist nachvollziehbar. Ganz ehrlich, das habe ich auch, als ich mit meinem Freund, den ich vor meinem derzeitigen Mann hatte, Schluss gemacht habe. Wir haben ein paar Stunden später sogar danach noch miteinander geschlafen... Weil es weh tat, auch mir und weil ich dachte, es würde das alles leichter machen. Aber meine Tränen sprachen vor allem dafür, dass es mir um die Freundschaft zu diesem Mann leid tat, denn er war auf seine Art und Weise toll, aber es reichte nicht mehr für eine Beziehung mit Zukunft.

    Du hast hier im Forum vielen Menschen wundervolle Tipps und Ratschläge gegeben. Wie würdest du jemandem Raten, der dasselbe in seiner Beziehung erlebt hat und erlebt?

    Jeder Partner sollte auch irgendwo alleine zurecht kommen können denke ich; eigenständig sein und für sich selbst stehen können ohne das man Mutter oder Vater spielen muss. Klar, liegen dem einen diese, dem anderen wiederum andere Dinge mehr. Ergänzend ist das ok, jedoch sollte - finde ich - das Geben und Nehmen in der Beziehung ähnlich sein. Da nützt es auch nichts, wenn der Partner lediglich bei anderen Menschen kontaktfreudig, aufgeweckt und zugewandt ist.

    LG Lit
    Summerbird gefällt dies.
  5. Nadinsche

    Nadinsche Well-Known Member

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    Huhu Lit,

    da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Ich bin nicht der Meinung, dass Menschen generell aufgrund von (Kindheits-) Erlebnissen ihr Leben lang verkorkst sein müssen. Mein Mann lehnt sich auch keinesfalls darauf zurück!
    Ich habe auch viel Mist durchgemacht (wie vermutlich jeder Mensch) und ich bin dadurch nicht verkorkst. Na ja zumindest denke ich, dass das so ist. Aber von Anderen habe ich auch (noch) nichts gehört, dass ich verkorkst wäre. :lol:
    Ich war mit meinen Problemen auch so ziemlich allein, aber ich habe mich damit auseinander gesetzt. Dennoch prägen mich diese Dinge und sind ein Teil meines Lebens- und so geht es sicherlich auch jedem Menschen.

    Nur gibt es eben Menschen, die manche Dinge noch nicht verarbeitet haben. In meinem kleinen Umkreis kenne ich mindestens 3 Menschen (außer meinem Mann), die mit alten Erlebnissen noch nicht zurecht kommen bzw. diese tief in sich verbuddelt haben. Und dabei bin ich auf meine Seite meiner Familie, mit meinem Mann seiner Familie würde ich auf doppelt so viele Menschen kommen!

    In meiner Familie ist es üblich, dass man über Dinge spricht. Wir sprechen heute noch (vielleicht auch noch zum Aufarbeiten) von der schweren Pflege meiner Lieblingsoma & ihren Tod.

    Und ich ziehe viele Vergleiche zu der Familie meines Mannes. Wo die Brüder unter sich nur Blödsinn erzählen, nie tiefgründigere Gespräche führen. Klar, von seinem Bruder wird oft rumgejammert über seine Beziehungsgeschichten, Job etc. Aber darauf wird gar nicht eingegangen. Man macht Witze und blödelt herum- das wars! Und keiner hinterfragt irgendetwas. Höchstens der Opa fragt mal genauer nach, falls er die Gespräche mitbekommt. Aber mit über 80. ist das nur noch selten der Fall.

    Vor über 4 Wochen habe ich mir Gedanken gemacht. Alle Zweifel kamen auf und das habt ihr hier ja auch mitbekommen. Nur, ihr hört ja nur meine Seite & meistens sind es nur Beschwerden über meinen Mann. Über meine eigenen Fehler denke ich oft nicht so nach. Und die positiven Seiten schreibe ich oftmals gar nicht erst. Und als ich uns ganz nüchtern so betracht habe, habe ich schon gesehen, dass wir auf der gleichen Augenhöhe stehen (können). Nur variiert das immer mal. Wenn es mir schlecht geht, geht man Blick nach unten und umgekehrt. Und ich denke, nur weil das mal so ist, ist das allein eh noch kein Grund 8 1/2 Jahre und eine Ehe wegzuschmeißen.

    Das hat nichts damit zutun, dass ich nicht allein sein kann. Oder euch von ihm überzeugen müsste oder sonst was! Sondern es ist lediglich rein nüchtern betrachtet. :)

    Ich weiß auch, dass es Menschen gibt die ihre Vergangenheit noch nicht verarbeiten konnten.
    Mein Mann muss sich einfach den quälenden Fragen in seinem Kopf stellen bzw. diese Fragen endlich anderen stellen. Die z.B. sind: "Warum haben Mama und Papa sich scheiden lassen?", "Warum war Niemand für mich da, als meine Oma verstarb, die mein Mutterersatz war?".
    Diese Dinge stehen ihm im Weg und wahrscheinlich ist da noch viel mehr, was er nicht mal mir anvertrauen konnte oder wovon er selbst noch nichts weiß. Und wenn man zusätzlich noch in einer Familie groß wird, wo über nichts gesprochen wird...wie soll man denn selbst da als Mensch werden?? Mag ja sein, dass Menschen erstrecht anders werden können, weil sie das selbst aufarbeiten und wo anders lernen, dass man über alles reden können muss. Aber es gibt bestimmt auch solche Menschen wie meinen Mann. Ich sehe ihn ja so vor mir!

    Er kämpft sehr mit sich selbst & versucht mit mir zu sprechen. Wenn er aber durch mich verletzt ist, bekommt er mir gegenüber gar nicht mehr den Mund auf. Und von ihm (sowie von anderen Personen) habe ich nun erfahren, dass ich manchmal einfach zu direkt & verletzend sein kann... Mag sein, dass ich auch behutsam auf Menschen zugehen kann. Aber ich kann eben auch grob sein. Und das stimmt auch, damit hat er Recht!

    Klar, vielleicht wäre es für mich einfacher mit einem anderen Charakter eine Beziehung zu führen. Aber vielleicht auch nicht?
    Würde Jemand so mit mir umgehen, wie ich selbst bin, dann würden dauerhaft nur die Fetzen fliegen! Es könnte (wieder) laut und explosiv werden! Das sehe ich schon bei meinem Vater & mir (gleiche Charaktere). Wir kommen sehr gut miteinander aus, aber haben auch mal einen Konflikt. Da müssen wir uns richtig zusammenreißen, dass wir uns nicht gegenseitig anbrüllen. Er wäre ein Mensch, der mich wieder zum brüllen bringen könnte. Mein Mann jedoch ist so gestrickt, dass er mich beruhigt. Ich rede generell viel ruhiger, weil ich eben weiß das er mit lauten Worten nichts anfangen kann und es auch respektlos ist, so mit Menschen zu sprechen. Mein Vater hat, als ich Teenie war, mich auch angebrüllt und mit Zwang verlangt, dass ich leiser rede. Heute weiß er, dass ich ohne seine Anwesenheit zum Tier werden konnte... (na ja andere Geschichte).
    Es betrifft aber nur die enge Familie. Nicht das ihr denkt, ich hätte Kunden, Patienten oder so anbrüllen können!

    Ich habe oft nachgedacht, was ich mir selbst raten würde. Was wäre, wenn ich das im Forum lesen würde und würde einen Ratschlag erteilen wollen! Und ich habe in den vergangenen Jahren hier auch bei ähnlichen Dingern immer zur Trennung geraten. Ich kann auch jetzt verstehen, dass du so denkst. Aber ganz ehrlich: seit letzter Woche fühle ich mich schlecht, weil ich hier Menschen zur Trennung geraten habe. Denn man lernt immer nur eine Seite kennen. Und kennt nie genau die Beziehung/Ehe.
    Aber natürlich hilft es dennoch oft Meinungen von Außenstehenden zu erhalten. Dadurch sieht man andere Gesichtspunkte, sieht alles von einer ganz anderen Seite... :)

    Ich tue mich für ihn auch nicht aufopfern. Ich dachte nur, wenn er nicht für mich etwas mehr ändern könnte, dann wenigstens für sich selbst. Meine Mühe hätte nicht umsonst sein sollen und ich war mir sicher, dass aktuell nur ich ihn "erreiche". Ich bin die einzige Person, der er sich wirklich anvertrauen kann und mit der er über alles spricht...
    Ich habe vor 4 Wochen erst alles in unserer Ehe auseinander genommen und nachgedacht, wie unser Leben/ Umgang miteinander so ist und ob ich das so noch weiterhin kann. Doch von um so weiter ich auf uns blicke, sehe ich nur die vielen positiven Seiten.
    Er bestätigte mir selbst, dass ich mich oft auf eine negative Sache "einschieße" und alles andere drumherum auch mit ins negative ziehe... solange bis nichts positives mehr übrig bleibt.

    Er muss natürlich auch an sich arbeiten. Sofort mit mir reden, wenn ihn etwas verletzt oder etwas nicht passt. Und ich muss künftig behutsamer vorgehen, ihn nicht ständig kritisieren. Einmal darüber reden und dann auch mal ein paar Tage abwarten können...ihn nicht festnageln und einengen wollen...

    Ich bin mir einfach sicher, dass wir das schaffen können. Unsere Beziehung hat sich nach den 2 Monaten damals schon um einiges verbessert. Und ich glaube auch jetzt hat es bei uns "Klick" gemacht und wir können gemeinsam daran arbeiten. :)


    Liebe Grüße
    Nadinsche
  6. Lit

    Lit KSF-Team Mitarbeiter

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    Ich denke halt, dass es nicht um Außenstehende geht sondern nur um dich und deinen Mann. Das heißt, wenn er selbst irgendwas nicht verarbeitet hat aus welchen Gründen auch immer, ist das für eure Beziehung insofern relevant, als das seine Probleme (die er ohne ärztliche Hilfe nicht überwinden kann) von ihm gelöst werden müssen.

    Innerhalb eurer Beziehung hat das bisher nicht geklappt. Wie auch; er wird von dir aufgefangen, umgarnt, beschützt. Das meine ich mit Mutter spielen. Es ist nicht böse gemeint auch wenn es harsch herüber kommt sicherlich. Du scheinst dich selbst nicht so wichtig zu nehmen wie ihn. Das meine ich mit Augenhöhe - Gleichstand.

    Ich finde auch nicht, dass man sich konkret für alle Zeiten trennen muss aber ich denke, dass eine Auszeit, bis jeder für sich sich gefunden hat, gut sein kann.

    In deinem vorletzten Absatz beschreibst du genau das, was schwierig ist in meinen Augen. Er muss an sich arbeiten und mit dir reden wenn etwas ist. Nein, eigentlich muss er das ja gerade nicht bzw. ist da die Erwartungshaltung von dir ganz klar, dass du das von ihm willst. Seit 8 1/2 Jahren macht er das nur wenn ihm die Dinge aus der Nase gezogen werden oder aber du die Sachen packst (so habe ich es grundsätzlich verstanden).

    Hat er sich denn an seinen Hausarzt zwecks Adresse von Psychologen gewandt?

    Nein, ich meine auch nicht anderer Charakter. Mein Mann ist auch eher einer von der ruhigen Sorge und das ergänzt sich ganz gut meistens. Aber in den wichtigsten Dingen stimmen wir überein. Ich brauche mir keine Sorgen darüber zu machen, ob er dieses oder jenes anders als abgesprochen macht. Das finde ich für mich sehr wichtig. Ein ähnlicher Charakter wie meiner wäre als Partner wohl eher auch nicht so gut aus eben den Gründen wie du sie von dir beschrieben hast. ;) Aber es gibt ja nicht nur schwarz oder weiß sondern eben viele Schattierungen darin auch was das andere Geschlecht angeht (ohne dir jetzt was einreden zu wollen).

    Wie gesagt, um eine Beziehung kämpfen ist wichtig, nur vergiss dich dabei nicht selbst. Du bist nicht seine Erzieherin, Pflegerin oder Mutter sondern seine Wegbegleiterin. Die Schritte aber muss er alleine gehen.

    LG Lit
  7. Nadinsche

    Nadinsche Well-Known Member

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    Huhu Lit,
    aber gehört es nicht zu einer Ehe, dass man sich auch gegenseitig unterstützt? Ich verstehe schon wie du es meinst. Aber ich denke schon, dass wir mitunter auch auf Augenhöhe stehen können. Das Thema beschäftigt uns ja nicht tagtäglich und es gibt viele Zeiten, wo es kein Thema ist.

    Dein 4.Absatz sorgt bei mir für Verwirrung... Warum sollte er nicht mit mir kommunizieren können und mitteilen, wenn ihm etwas missfällt oder gar verletzt? Wie soll man eine Ehe führen, wenn man sich das nicht gegenseitig mitteilt? Schließlich kann man nicht immer wissen/ erahnen, wie es in dem Anderen aussieht.
    Er soll das ja auch in erster Linie für sich selbst können. Er führt diese Ehe ja auch und sollte mit mir/ uns zufrieden sein. Mag sein, dass man den Anderen so akzeptieren soll wie er ist. Ist okay. Aber bei den Dingen, die er nicht mitteilt, geht es nicht um meinen Charakter, sondern um Dinge die uns Beide betreffen. Und ihn frisst es innerlich förmlich auf... Er WILL mit mir reden, von sich aus. Und es belastet ihn, wenn er es mal nicht kann. Also ist es nicht nur meine Erwartung von ihm, sondern eben auch seine Erwartung an sich selbst...Nicht weil ich möchte, dass er selbst diese Erwartung hat.
    Was ist daran so falsch?

    Vorallem wenn ich mich ändern möchte ist es mir wichtig, wenn mein Partner mich dabei unterstützt und mir mitteilt, wenn ich in alte Muster falle. Weil man selbst merkt es ja nicht sofort. Ist das dann auch verkehrt, deiner Meinung nach?

    Ich nehme ihn nicht wichtiger wie mich selbst. Obwohl ich zugeben muss, dass ich mich zwischenzeitlich wieder zu viel auf unsere Ehe und Fehlerchenchenchen...konzentriert habe. Aber er soll zu mir ehrlich sein, weil wir Beide es als wichtigen Grundstein unserer Ehe sehen. Beide Zufrieden sein sollten usw. Und ich finde es unfair, Ehrlichkeit von mir zu erwarten und es selbst nicht zu sein... Das hat nichts damit Zutun, dass ich ihn wichtiger finde als mich selbst oder ihm umkrempeln möchte.

    Liebe Grüße
    Nadine
    & natürlich vielen lieben Dank für die Antwort!

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  8. Lit

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    Huhu Nadine,

    ja, in der Beziehung einander unterstützen, aber laufen muss man selber können. Weiß nicht wie ich das anders beschreiben soll. Rat beim Partner holen für den eigenen Weg, aber kümmern sollte man sich selbst darum denke ich. Wenn der Partner Trost braucht, ihn trösten und für ihn da sein und dennoch, das Problem kann bei psychischen Problemen nicht vom Partner gelöst werden. Es muss von ihm selbst kommen und das nicht nur in leeren Worten. Wenn er jedoch nicht dazu bereit ist, die Problembewältigung direkt anzugehen (denn das Problem hat er ja erkannt?), kann man das nicht ändern.

    Manche Dinge sind selbstverständlich für einen. Ich finde es natürlich wichtig, wenn mein Partner Sorgen hat, das er sich mir anvertraut. Allerdings erwarte ich nicht, das er sich mit mir bespricht sondern es ist einfach kein Thema sondern eben selbstverständlich, dass er sagt, was mit ihm los ist wenn es ein für ihn sehr wichtiges Problem gibt.

    Du bist ehrlich weil es für dich dazu gehört. Er sagt, ihm ist Ehrlichkeit wichtig, lebt es aber nicht. Wie kann man so vertrauen und sich auf den Partner verlassen?

    Wie gesagt, unterstützen ist wichtig, aber du bist keine Psychologin. Du kannst ihm nicht direkt helfe wie jemand, der dafür ausgebildet ist. Die Leute studieren das viele Jahre und spezialisieren sich dann noch weil es so schwierig ist bzw sein kann, kranken Menschen zu helfen.
    Bei den Menschen, welche in meinem Umfeld psychische Probleme haben, ist nieman dabei, der es durch seinen Partner geschafft hat, gesund zu werden. Die Therapien verlaufen zwischen Arzt und Patient und der Patient entwickelt Strategien, um mit seinen Problemen zurecht zu kommen, nicht der Ehepartner. Der Ehepartner steht dennoch an der Seite und ist für seinen Partner da, aber mehr auch nicht.

    Du schreibst, dass er mit dir reden möchte. Wenn er das nicht kann und das vor allem ihn belastet und er das ändern will, dann auf zum Arzt. Er hat dir gesagt woher das möglicherweise kommt, dann kann er es doch angehen und direkt die entspr. Termine vereinbaren. Bis sich bemerkbar in der Beziehung was zum positiven ändert, wird es jedoch einige Zeit dauern.

    Hat er denn einen Arzttermin gemacht?

    Habe vom Handy aus geschrieben, weshalb manches sicher konfus herüber kommt...

    Lg Lit
  10. Lit

    Lit KSF-Team Mitarbeiter

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    Der Patient entwickelt die Strategien natürlich nicht selbst sondern mit dem Arzt zusammen...
  11. Nadinsche

    Nadinsche Well-Known Member

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    Huhu,
    ich möchte die Probleme auch gar nicht für ihn lösen. Das kann ich nicht, weil ich so denke wie du und zudem kann ich das nicht auch noch auf mich nehmen, schließlich hab ich auch eigene Baustellen.
    Es ist ja jetzt erst richtig deutlich geworden, dass es bei ihm so eingefahren ist und an der Vergangenheit liegt.

    Das er da vieles alleine machen muss und von sich aus auf mich zukommen muss, ist ihm & mir auch klar...

    Er hat noch kein Termin gemacht. Er möchte es erst einmal alleine versuchen, da er früher als Kind/Jugendlicher schon oft bei Psychologen war und darin keine Besserung gesehen hatte.
    Er möchte es erstmal allein versuchen, sich mit den Dingen auseinander zu setzen. Wenn es nicht klappt und wir das bemerken, dann will er sofort gehen. Und das kann ich auch nachvollziehen und akzeptieren.

    Das Thema haben wir damit erstmal abgehakt, weil wir noch wichtigere Probleme zu bereden hatten. Der Beste Weg wird es so wohl nicht sein... Aber ich will ihm auch die Chance lassen, sich erstmal selbst seiner Vergangenheit zu stellen. Denn nicht jeder mit Problemen muss gleich zum Psychologen. Vielleicht schafft er es, dass sich in ihm was verändert durch die Bewältigung der Vergangenheit...

    Mlg Nadine

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  12. Lit

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    Dann wünsche ich euch alles Gute und das euer Plan so funktionieren wird. :)

    LG Lit

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