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Was bleibt von einer Freundschaft, die eigentlich keine war?

Dieses Thema im Forum "Freunde" wurde erstellt von Georgie, 3 Februar 2019.

  1. Georgie

    Georgie Member

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    28 Juni 2006
    Beiträge:
    460
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    3
    Dieser Gedanke hat mich in der letzten Zeit oft umgetrieben.

    Ich hatte eine "Freundschaft", die vor drei Jahren auseinander gegangen ist...

    Geendet hat alles mit und schweren Vorwürfen und Schuldzuweisungen ihrerseits. Zusammengefasst könnte man sagen, hat sie mir vorgeworfen, dass ich wohl nie wirklich ernsthaft mit ihr befreundet war und sie nur als Seelenmülleimer benutzt hätte. Dieser Vorwurf resultiert (nach meiner heutigen Sicht) daraus, dass sie gewisse (meiner Ansicht nach unrealistische und übergriffige) Erwartungen hatte, die enttäuscht worden sind.

    Fragen, die sich mir damals gestellt haben (warum man nicht mit dem anderen von Angesicht zu Angesicht über die enttäuschten Erwartungen spricht und ihm eine Chance gibt, sich zu erklären, bevor man die Freundschaft in Frage stellt), konnte ich mittlerweile für mich beantworten.
    Mittlerweile ist mir klar, dass ein wahrer Freund anders gehandelt hätte. Wenn mir etwas an der Person liegt, spreche ich mit ihr, auch wenn sie mich enttäuscht hat. Denn dann will ich auch die Beweggründe für ihr Verhalten wissen.

    Zu ihr kann ich nur sagen, dass sie mir vorher vermutlich nie alle Facetten ihres Ichs gezeigt hat. Ihr wahres Gesicht kam erst in der Streitsituation zum Vorschein. Abschließend denke ich: solange ich in der Freundschaft ihre Bedürfnisse erfüllt habe (zuhören und bestätigen; vorgesehen waren ihrerseits wohl auch regelmäßige Nannydienste bei ihrem 1. Kind [was kein Problem gewesen wäre, wenn sie mich bei konkreten Terminen darum gebeten hätte. Aber sie hat eine gewisse Regelmäßigkeit als selbstverständlich vorausgesetzt, und dass ich das dann auch von mir aus anzubieten hätte, ohne dass sie erst fragen muss.]), war sie nett und warmherzig zu mir. Später, als ich den Erwartungen dann nicht bzw. nicht mehr im bisherigen Umfang gerecht wurde (als ich meinen Freund kennenlernte und weniger Zeit hatte), wurde sie ganz anders. Ein respektvoller Umgang war für sie dann wohl nicht mehr selbstverständlich.

    Die meisten Wut- und Schuldgefühle wegen dieser Geschichte sind verflogen (auch wenn man aus den obigen Zeilen noch etwas Wut herauszulesen ist). Und das führt mich zu der Frage, was von dieser "Freundschaft" bleibt und was sie (die ehemalige Freundin) eigentlich für mich war.

    Mit dem heutigen Wissen, sehe ich es nicht mehr als wirkliche Freundschaft an, nicht nur wegen des Streits. Rückblickend denke ich, haben wir zwar unsere Sorgen und Probleme geteilt, darüber hinaus aber nicht wirklich viel. Nicht die Freude, oder auch die kleinen Alltagsbanalitäten und witzigen Begebenheiten, die man sich erzählt. Alles war irgendwie immer bierernst. Von ihrer ersten Schwangerschaft weiß ich zwar, dass sie mit den Ärzten nicht klar kam und sich oft unsicher und bevormundet gefühlt hat. Ich weiß aber nicht, wann sie erfahren hat, dass sie schwanger ist, wie sie sich da gefühlt hat, oder wann die Kleine das erste Mal getreten hat. Also von den schönen Dingen, die auch damit verbunden sein können (nur so als Beispiel).

    Heute erscheint mir die Freundschaft dadurch etwas leblos. Als ob ein wichtiger Teil fehlt. Ich frage mich, warum mir das damals nie aufgefallen ist.

    Und wenn ich mir nun die Frage stelle, was nach dieser Freundschaft bleibt, kommt bei mir nach dem Fragezeichen leider nur ein "nichts".

    LG und danke an alle, die sich bis hierher durchgekämpft haben.
    Georgie
  2. Hase55

    Hase55 Active Member

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    Hallo Georgie--
    Mit Freundschaften ist es wie mit Beziehungen oder Ehen.. Zwei Menschen finden sich, tauschen sich aus und prüfen ob sie in etwa auf einer Wellenlänge sind.. Ob es dann für lange Zeit "passt" steht in den Sternen.
    Die Menschen sind von Wesen und Charakter her immer verschieden/anders. Man kann über "Macken" hinwegsehen, wenn sie einen nicht soooo stören aber die Zeit bringt dann immer weitere "Erkenntnisse", die manchmal dann doch "sagen", das es eben nicht auf Dauer sein soll.
    Es muß immer ein Geben und Nehmen auf etwa einem Level sein, sonst wird keine "Zweisamkeit" erhalten bleiben.
    Man kann nur lernen daraus, wenns mal schiefgeht und sein "Radargerät" bei der Neusuche diesbezüglich anpassen, wenn man andere Menschen in seinem Inneren beurteilt.

    Die Menschen sind voller Fehler und Macken (meine Erfahrung). Alle die ich persönlich kenne haben ihren "Rucksack" zu tragen. Eine der schlimmen Eigenschaften ist die Gier nach immer mehr und nie zufrieden zu sein. Sich zurückzulehen und in ihrer Seele einfach nur glücklich und zufrieden zu sein, das können nur Wenige.

    Mh, schon spät. Geh lieber ins Bett. Nacht.........
  3. Georgie

    Georgie Member

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    Hallo Hase,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Was du schreibst ist sehr wahr. Ich war bisher wohl vom Schicksal begünstigt, denn in der Vergangenheit hat es mit Freunden bei mir immer gepasst. Dieses prüfen und schauen, ob man auf einer Wellenlänge ist, lief daher bei mir nie so bewusst ab. Die Freundschaften haben einfach funktioniert.

    Durch diese Geschichte weiß ich es nun besser. Ich denke, zukünftig werde ich in dieser Hinsicht mehr auf mein Bauchgefühl hören. Denn so winzig kleine Störgefühle und Gedanken á la "das fühlt sich irgendwie komisch an" gab es bei mir schon. Ich bin nur von zu Hause aus so erzogen worden, immer seeeehr viel Verständnis für andere zu haben (was im Grunde ja nicht verkehrt ist). Da sind diese kleinen "Bauchmeldungen" dann auch sehr schnell mit "hat nen schlechten Tag gehabt", "Macken hat ja jeder", "ist emotional gerade in einer schwierigen Situation" etc. erklärt.

    Nicht das das jetzt falsch verstanden wird: ich bin nicht dafür jede neue Bekanntschaft überkritisch unter die Lupe zu nehmen. Ich habe es immer als positiv empfunden, dass ich an das Thema Freundschaft relativ unbefangen rangehe. Aber ich denke, dort, wo manche zu misstrauisch sind, bin ich zu unkritisch. Ich denke, nicht umsonst hat eine Freundin mal gesagt, ich wäre der toleranteste Mensch, den sie kennt.

    Das mit der Gier ist auch noch so ne Sache. Da könnte man ganze Abhandlungen drüber schreiben.
    Mein Eindruck ist, dass das immer mehr zunimmt. Man kann ja überall alles haben. Und die Werbung suggeriert, dass man immer mehr braucht. Ich bin froh, wenn ich hier und da noch ein paar Leute finde, die da anders ticken.

    LG
    Georgie
  4. Hase55

    Hase55 Active Member

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    ----Das mit der Gier ist auch noch so ne Sache. Da könnte man ganze Abhandlungen drüber schreiben.----

    Da hast du recht und das zieht sich bis in die allerhöchsten Kreise hoch. Wenn man von klein an erzählt bekommt, das man nur "WER" ist, wenn man besitzt und Macht hat, dann wird das eben so. Die Auswirkungen siehst du überall wo du hinschaust. Gespräche gehen dann immer nur ums Geld und was man sich da wieder geleistet hat, will "besser" sein als die Anderen.
    All das macht aber auf Dauer sehr unzufrieden, bereitet nur Stress und man wird dauerhaft unglücklich. Sehen will das aber so gut wie Niemand.

    Richtige Freundschaften sind sehr selten und als Paar noch viel seltener, denn da müssen sich auch die Partner verstehen können, ähnlich sein.

    Wenn du jetzt soviel drüber nachdenkst warum etwas nicht mehr ist, dann liegt das an einer Eigenschaft des Menschen mit der er einfach nicht umgehen kann. Die Wörter: "nie wieder" oder "für immer". Das menschliche Hirn kann zu so einer Sache keinen logischen Abschluß finden, kein "Nachher". Auch die Unendlichkeit des Nichts, wo man ja letztendlich auch mal "hingeht".
    Es ist eben Trauer um etwas, was man als schöne Erinnerung in sich trägt, genauso wie als wenn ein Lebewesen nie wieder kommt, gestorben ist.

    Die Zeit heilt viel sagt man und das stimmt auch irgendwie. Später sagt man sich dann irgendwann, das es eben so ist und die Gedanken stören dann auch nicht mehr, wandern in das "Schubfach" der Vergangenheit.
    Meißtens dauert dieser Weg länger, wenn man die "Schuld" bei sich sucht Was wieder mit dem Gedanken zu tun hat:: "bin ich richtig"?
    LG
    Zuletzt bearbeitet: 5 Februar 2019

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