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Nadinsche und das (Liebes)Leben

Dieses Thema im Forum "Ehe, Beziehung und Partnerschaft" wurde erstellt von DieLiebe, 27 Dezember 2018.

  1. DieLiebe

    DieLiebe New Member

    Registriert seit:
    27 Dezember 2018
    Beiträge:
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    Hallo ihr Lieben,

    wundert euch bitte nicht, dass ich mit einem neuen Namen zu euch gekommen bin. Das "Passwort vergessen" funktioniert auf Mobilgeräten leider nicht, aber es wird auch Zeit für einen neuen Namen... so nach ca.10 Jahren!

    Ich habe eben auch kurz den Post von Hase55 gelesen, dass hier weniger los ist seit geraumer Zeit. Das finde ich sehr schade... Wenn ich mit meinen Problemen nicht weiter weiß, finde ich immer den Weg hier her. Da ich hier Vertrauen habe, dass meine Sorgen nicht in sozialen Netzwerken auftauchen und vorallem ich auf ehrliche Worte stoße.

    Bevor ich zu meinem Hauptproblem komme, hole ich ein wenig über dieses Jahr aus. Daran erkennt man vielleicht schon mein Problem, immer auf der Stelle zu treten & nicht den Weg für mich zu finden...

    Ich war bis Anfang des Jahres in einer sehr schwierigen und langen Beziehung über den Zeitraum von 10 Jahren (4 davon verheiratet, keine Kinder).
    Sehr lange und immer wieder spielte ich mit dem Gedanken der Trennung, da mein Partner und ich nicht auf Augenhöhe waren. Dazu kam seine Verantwortungslosigkeit sich selbst gegenüber und daraus resultierende finanzielle Probleme. Letzteres lenkte mich immer wieder davon ab, über mich & meine Bedürfnisse nachzudenken. Ich habe mehr funktioniert und war der Anker, der das Boot jederzeit zum Kippen gebracht hätte...
    Schweren Herzens traf ich die Entscheidung der Trennung, weil ich nicht mein Leben lang oberflächliche Gespräche führen wollte, positiv gefordert werden möchte und nicht mehr "Mutti spielen" wollte.

    Da es nicht nur negative Zeiten gab und es viele gemeinsame Jahre waren, fühlte ich mich wie eine Versagerin.
    Ich hatte Angst, was aus ihm ohne mich werden würde... Dabei machte ich mir keinerlei Gedanken, wie mein Leben weitergehen würde.

    Also unvorbereitet in das neue Single-Leben, Ex 500km weit weg, ich mit 12+ Stunden Job, Haus und sensiblen, anhänglichem Hund, welchem ich aufgrund des Jobs nicht gerecht werden konnte/kann. Keine Ahnung, wie mein Leben weitergehen sollte... Druck seitens der Familie, Erkrankung des Hundes und Job aufgrund Personalmangels immer zeitintensiver.

    Stress pur, oft kommt man kaum zum schlafen. Nur mit noch mehr Stress und Hektik komme ich auf 5-6 Stunden Schlaf... Habe nun die Entscheidung getroffen, Laufe des nächsten Jahres einen anderen Job zu finden.

    Was mein Liebesleben angeht... Ich wusste was für einen Typ Mann ich charakterlich an meiner Seite bräuchte.
    Aber dennoch musste ich mich erstmal selbst finden und lernte einfach erstmal Männer kennen, woraus manchmal eine längere Erfahrung wurde- sprich ich auch andere sexuelle Erfahrungen sammelte, da mein Ex ja der bis dato einzige Sexpartner war.

    Der Erste, den ich kennenlernte ist heute ein guter Freund. Mit ihm ist nichts geworden, weil er sich unter Druck gesetzt fühlte. Er wollte ein paar Tage Ruhe, ich verstand es nicht und konnte damit nicht umgehen... Es endete im Stress und Ärger.
    Obwohl ich ihn lediglich mochte, tat es mir einfach weh...

    Nun ist es so, dass ich seit Oktober Jemanden kennenlernte. Er ist ein richtig toller Mann, passt wirklich Arsch auf Eimer zu mir. Aber ich hab es kaputt gemacht... oder fast. Ich weiß nicht, ob es noch zu kitten geht.

    Er suchte von Anfang an täglich und viel den Kontakt. Was echt gut tat, weil so man sich richtig kennenlernen und vorallem Vertrauen aufbauen konnte. Aber er wollte kein Treffen.
    Das konnte ich nicht verstehen und gab da schon Schwierigkeiten, weil ich ihm es sagte und das bei ihm natürlich Druck machte.
    Grund waren seine bisherigen Erfahrungen mit Frauen, wobei er nur durch mehrere Treffen feststellen könnte, dass ich anders bin. Aber dafür brauchte er halt einfach Zeit...
    Ich hab das dann begriffen und ihm diese gegeben.
    Nach 6 Wochen dann das erste Treffen und es war wunderbar. Ich hab mich wohlgefühlt, nichts war verklemmt oder das man Angst hätte was falsches zu sagen oder zutun. Ich konnte Ich selbst sein!

    Ich dachte "Puh jetzt hast du es geschafft, nun gibt's regelmäßig Treffen" und fragte paar Tage später, wann wir uns wieder sehe

    Er sagte, wir könnten uns in 3 Wochen auf dem Weihnachtsmarkt treffen. Statt das einfach zu akzeptieren, hat es mich verletzt... Ich mich weggeschoben gefühlt. Und natürlich hab ich es ihn wissen lassen...
    Klar macht das Druck bei ihm! Ich bin so doof, warum kann ich nicht warten? Ich möchte es doch auch langsam angehen lassen und nichts überstürzen oder erzwingen!
    Aber das Verletztsein, ich kann es einfach nicht abstellen...
    Nun hab ich dann 3 Wochen gewartet, es war gar nicht so schlimm. Der Kontakt verlief normal. 3 Tage vor dem Wochenende fragte ich dann, ob es bei dem Treffen bleibt. Woraufhin er zurück ruderte auf "irgendwann treffen", worauf hin ich diesmal nichts sagte, aber anfing mich zurück zuziehen und er auch.

    Ich war dann am Tag des ursprünglich geplanten Treffen in seiner Stadt und durch einen Post fand er es heraus... Da ging dann eine kleine Diskussion los.

    Ich möchte ihn einfach hin und wieder treffen & mit ihm Zeit verbringen. Dabei geht's mir nicht darum, mich in eine Beziehung zu stürzen...
    Er hat dann ein kurzes Treffen vorgeschlagen und wir darüber geredet. Dabei sagte er wieder, dass er sich unter Druck gesetzt fühlt, aber es vielleicht auch an ihm liegt... weil er schon so lange allein ist und generell sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurück gezogen hat. Er wollte den Kontakt erstmal abbrechen. Auch wenn ich nicht richtig verstand warum, hab ich dem zugestimmt.
    Dazu kommt, dass ich bei diesem 2.Treffen mich in ihn verguckt habe... sein Lächeln, seine Art gehen mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich habe Schmetterlinge im Bauch.

    Tja und das machte alles schlimmer für mich. Ich quälte mich tagelang rum mit der Angst "er hat den Kontakt abgebrochen, um zu überlegen ob er das noch möchte oder nicht". Meldete mich bei ihm dann und er rief mich an. Er war total lieb zu mir und sagte, dass es nicht wegen mir sei, sondern er will bei sich den Fehler finden... Redete mit mir so lange bis es mir wieder gut ging und ich zu ihm sagte "Es ist okay, nimm dir Zeit soviel du brauchst. Ich werde die Zeit auch für mich nutzen".

    Mir ging es dann besser mit dem Kontaktabbruch. Ich hatte erkannt, dass ich mich zu sehr reinsteigerte, mich lieber mehr um mich kümmern sollte. Es mit ihm im Herz wieder entspannter zu sehen, so wie mein Kopf das auch möchte.

    Aber noch in dieser "Findungsphase" meldete er sich wieder... Wieder so viel Kontakt und ich ließ mich hinreißen, als es mir wegen eines meiner Probleme schlecht ging und er aufgrund eigener Probleme nicht für mich da sein konnte- ich aber dies erwartete. Es endete in einer Diskussion...

    Um was gerade zu biegen, schrieb ich einen langen Text... darin auch von meinen Gefühlen. Ich erwartete keine Antwort, aber er schrieb er gibt mir am nächsten Tag vielleicht eine.
    Mehrere Tage wartete ich, wo wir keinen Kontakt hatten.
    Dann schickte er einen Adventsgruß. 2 Tage später schrieb ich ihn an und fragte, wie es ihm ginge. Er war sehr kurz angebunden, was mich verletzte und ich fing an mit "schießen", sprich ihm Vorwürfe zu machen... Bis von ihm kam, dass er keine Nerven hat, ich anstrengend sei, er Rede und Antwort stehen müsse.

    Ich bin nicht ganz allein Schuld an allem... Ich hätte einfach weniger Kontakt gewollt, das ging ja immer von ihm aus. Ich kann vielleicht nicht innerlich distanziert sein und anderseits so viel Kontakt haben.

    Recht hatte er. Obwohl ich es locker angehen möchte, ihn keinesfalls unter Druck setzen möchte oder was erwarten will, lasse ich mich von meinem Herz leiten und schreibe anstrengende lange Texte...
    Und das tue ich heute noch ab und an, obwohl wir seitdem keinen Kontakt mehr haben, also seit über einer Woche kommt keine Reaktion mehr von ihm. Er hat mich in Whatsapp gelöscht (nicht blockiert) und Freundschaft auf Facebook entfernt.
    Er liest meine Texte sofort und deshalb hoffe ich, es nicht ganz versaut zu haben, vielleicht noch etwas retten zu können. Aber nun weiß ich mit mir selbst nicht mehr weiter... wie ich mein Problem lösen soll. Es tut mir selbst ja nicht gut, so verletzlich zu sein!

    Zur Zeit denke ich nur noch daran, es kaputt gemacht zu haben! Und das könnte ich mir bei ihm nie verzeihen...

    Ich hätte mir ein Gespräch gewünscht... Das er mir gleich meine Fehler sagt, damit ich daran arbeiten kann. Ich möchte doch kritisiert werden und mich bessern!
    Aber er, er zieht sich zurück und wartet vermutlich, damit ich es selbst merke. Was zwar als Lerneffekt vielleicht effektiver ist, aber zwischen ihm & mir ja was kaputt macht.

    Eine starke Frau bin ich. Aber geht's um die Liebe, bin ich sensibel und steigere mich dort rein. Folge meinem Herzen und kann es dadurch nicht locker sehen.
    Ich müsste wahrscheinlich die Gefühle blockieren, irgendwie verstecken.. Aber ich weiß nicht wie.
    Wie komme ich davon weg?

    Bei meinem Ex war es auch so. So lange die Gefühle da waren, ließ ich mich davon leiten und gab ihm immer wieder neue Chancen. Obwohl mein Kopf es für unsinnig hielt...

    Es gab aber auch Männer, wo ich es lockerer sah. Ich mochte Sie, aber da waren keine Gefühle. Der Kontakt war nicht so intensiv und es gab irgendwie keine Probleme.

    Es gibt auch seit fast einem Jahr einen, der großes Interesse an mir hat. Er ist ein toller Mensch und ich mag ihn. Es gibt keine Hindernisse für ein Kennenlernen, es lief alles entspannt ab. Eher persönlicher als schriftlicher Kontakt. Aber ich halt ihn an der langen Leine, jetzt sowie so seitdem ich den Jetzigen kenne. Also nicht das da jetzt was falsch verstanden wird, ich fahr nicht 2gleisig! Der Interessent begegnet mir seit fast einem Jahr immer auf der Arbeit.

    Auch bei Anderen... Da gab es nie solche Probleme. Ihrerseits gab es nie solch intensiven Kontakt und ich hab den auch nie gebraucht/ gesucht. Aber der Jetzige... Er brauchte das einfach. Und damit ist's für mich wahrscheinlich so schwierig geworden- gepaart mit den dann noch entstandenen Gefühlen.

    Was soll ich tun???
    Wie lerne ich es, entspannter ran zu gehen, mich nicht von meinem Herzen leiten zu lassen? Besser noch, die Gefühle zu unterdrücken?

    So genug geschrieben. Dankeschön fürs Lesen! Es würde mich sehr freuen, wenn ihr Ratschläge für mich hättet.


    Liebe Grüße
    Nadinsche

    Habe zuletzt aber geschrieben, dass ich ihm Zeit gebe usw. Also versucht ihm meine Fehler zu zeigen und das ich mir das eingestehe.


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  2. Kinimod

    Kinimod KSF-Team Mitarbeiter

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    Hallo Meine Liebe,

    das erste was ich Dir sagen möchte:

    Gefühle zu unterdrücken ist keine Lösung und führt auf den falschen Pfad. Ich weiß es, ich war dort... ist nicht schön da.

    Dann, ich habe mal gehört das Männer wesentlich Emotionaler sind als Frauen. Dies aber nicht so offen zeigen, liegt wohl auch daran das "der Mann das starke Geschlecht ist"...

    Etwas was Du nicht hören möchtest...: Ich glaube das es bei ihm auch nicht besser werden wird. Er zieht sich jetzt immer wieder zurück und versucht weniger auf Dich zu zugehen als abstand zu suchen. Was ich meine ist, dass ich mir nicht sicher bin ob sich das irgendwann verbessern wird. Hier denke ich das es Dir dann immer wieder weh tun wird.

    Dann noch den schmerz den Du fühlst, der kommt "nur" von dem verleibt sein... Wenn man sich verleibt und diese Person nicht will, dann tut das sehr weh und man will doch nur usw.
    Ich verstehe das.

    Jetzt habe ich viel Analysiert und ein Rat habe ich Dir nicht gegeben...

    Ich will nicht das Du denkst mein Rat wäre das ganze auch sich beruhen zu lassen und es aufzugeben.
    Nein!

    Mein Rat ist:

    Augen zu und durch.
    Es tut weh und es wird noch mehr weh tun. Aber das ist LIEBE!!!
    Wenn es weh tut bedeutet es nur das dort Liebe vorhanden ist.

    Mehr Rat kann Dir leider nicht geben.:knuddeln:

    Gruß

    Kinimod
  3. DieLiebe

    DieLiebe New Member

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    Huhu lieber Kini,

    dankeschön für deine Antwort! Du hast sehr liebe Worte gefunden.

    Als Erstes muss ich dir in einer Hinsicht widersprechen:
    Liebe selbst tut nicht weh, sondern ist wunderschön! Was weh tun kann, ist das drum herum. Wie bei mir vermutlich, dass es nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Oder bei Vertrauensbruch usw.

    Ja, ich denke er ist auch ein Exemplar Mann, der viele Emotionen hat und sehr gefühlvoll ist. Was natürlich auch mit seinen Erfahrungen zusammenhängt...

    Aber dieses Zurückziehen macht er scheinbar generell. Er sagte mir beim 2.Treffen, dass selbst sein Chef als sie mal wieder zusammenarbeiteten sagte, das er sehr ruhig geworden ist, nicht mehr Sprüche auf Lager hat usw.

    Klar, verliebt sein ist Liebe. Aber ich kenne ihn persönlich noch nicht so lange, schriftlich/ telefonisch 3 Monate. Und deshalb hab ich das Gefühl ich empfinde es stärker, als es das tatsächlich ist. Und ich es vielleicht irgendwie steuern könnte.

    Aber vielleicht hängt das mit meiner generellen Art zusammen.
    Habe zufällig mal über Empathen gelesen, was genau auf mich zutrifft. Ich fühle die Emotionen Anderer, bin manchmal völlig überwältigt von dem, was da so in mich einprasselt...
    Durch den Job lerne ich oft neue Menschen kennen, die richtig viel über sich erzählen. Am Ende einer Fahrt sagte eine Frau "Boah, das war jetzt heftig Ihnen all das zu erzählen, aber es tut gut". Sprich, irgendetwas hab ich an mir, dass Menschen sich mir gegenüber öffnen...

    Und er hat ein gutes Beispiel für meine "gefühlten" Emotionen. An den ersten Tagen des Kennenlernens telefonierten wir am Wochenende mehrere Stunden über den Tag verteilt und er erzählte von seiner Ex-Beziehung.
    Die Trennung ist über 2 Jahre her und kam für ihn sehr plötzlich. Sie hatte direkt einen neuen Partner, der ihre Sachen mit abholte.
    Er (nenne ihn jetzt mal Peter) zog sich ein Jahr komplett zurück, um die Trennung zu verarbeiten. Dabei nahm Peter auch psychologische Hilfe in Anspruch. Was aber auch damit zusammen hängt, dass er kurz nach der Trennung die Leiche seiner seit 2 Wochen tot liegenden Mutter identifizieren musste. Zwar hatte er kein Kontakt zu ihr, aber dennoch war es ja die Mutter.

    Peter erzählte mir von der Beziehung. Wie gefühlskalt sie war.
    Z.b.hatten sie im Urlaub einen Bernstein gefunden. Zum Jahrestag ließ er von einem Schmuckdesigner daraus Ohrringe machen, was viel Planung und Geld kostete. Und ihre Reaktion war richtig mies.
    Wie er das erzählte, liefen mir die Tränen. Ich fand es unheimlich traurig: er macht sich solch eine Mühe und sie reagiert so lieblos.
    Andere Frauen würden sich freuen, wenn der Partner sich solche Gedanken um ein Geschenk macht.

    Er verstand natürlich nicht warum ich weinte und ich erklärte ihm, wie sehr ich da mitfühle und traurig bin.

    Bei Geschichten von Fahrgästen ist es ähnlich... Ich muss es unterdrücken, damit die Tränen nicht laufen.

    Auch so spüre ich viel oder hab nach 2-3 Sätzen eine Ahnung was Menschen für ein Leben führen/ erlebt haben, was sich immer bewahrheitet hatte.
    Und da es mit Fahrgästen relativ häufig ist, ziehe ich mich in meinen Pausen gern zurück, weshalb Kollegen schon dachten, dass ich sie meide... Kommen sie in den Pausen zu mir und reden, ist mir das gern mal zu viel Input.

    Was Peter betrifft, ich nehm ihn so wie er ist. Schön wäre mehr Offenheit, aber ich denke das Verhältnis war einfach noch nicht so weit, sodass er sich richtig öffnen und ich nicht helfen konnte. In einer Beziehung geht man ja doch etwas anders miteinander um und er machte auch den Eindruck eher ein offener Typ zu sein..

    Aufgeben werde ich nicht. Da ich vermutlich nicht blockiert bin und er die Texte sofort las, hoffe ich bei ihm ist es auch so..
    Ich möchte die Zeit aber nutzen, mich mehr mir selbst widmen bzw.mich noch mehr mit mir auseinander setzen.

    Ich bin nicht so eingestellt, dass ich gleich etwas wegwerfe und mir denke "Ach es gibt noch andere Männer". Obwohl ich grundsätzlich schon genau überlege, ob der Typ Mann zu mir passt oder nicht. Nur er ist eben mein "Arsch auf Eimer"-Typ.


    Mlg Nadine

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  4. Summerbird

    Summerbird KSF-Team Mitarbeiter

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    Hallo Liebe,

    es gibt da einen Satz, der heißt: Wenn es verletzt, ist es keine Liebe.
    Ich finde an dem Satz ist was wahres dran.

    Liebe wird unterschiedlich definiert, aber man hört oft, dass wahre Liebe bedingungslos ist.
    Man liebt, weil man liebt,
    nicht, um nicht alleine zu sein.

    Liebe erwartet nicht.

    Überleg dir genau, ob du ihm nicht gegenüber eine Erwartungshaltung hattest oder hast.
    Du wünschst dir ein Gespräch, du hast erwartet, dass er dir mit einem Problem hilft.
    Es gibt Menschen, die bei sich bei Erwartungshaltungen zurückziehen.

    Gefühle unterdrücken ist sehr ungesund, vielleicht reagierst du emotional über. Man ist verliebt, man will die Person sehen und wissen, woran man ist.

    Alles verständlich.

    Nur damit kann man jemanden von sich wegtreiben.

    Eine andere Sache ist, es gibt sehr launische Menschen. Passt denen was nicht, Rückzug, wenns ihnen wieder gut geht, melden die sich von alleine. Ob man damit zurechtkommt, muss man sich selbst fragen. Und ob man so ein Hin und Her will, ebenfalls.


    Lass ihn los, lass ihn frei. Schreib ihm nicht, ruf ihn nicht an.
    Wenn er sich von alleine meldet, lass es auf dich zukommen, ohne Erwartung.

    Nutze die Zeit und lern dich kennen. Wie du mit solchen Sachen umgehen kannst, wie du auf eine gesunde Art und Weise empathisch sein kannst.

    Eins kannst du mir glauben, dass mit den Sensibel und Empathisch etc. kenne ich zu gut.
    Es dauert es auf eine gesunde Weise zu lernen, aber es geht (mit ungeplanten Rückfallquoten, die immer nur nette Prüfungen sind :totlach:).


    Alles Liebe,

    Summerbird
  5. DieLiebe

    DieLiebe New Member

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    Hallo Summerbird,

    schön dich zu lesen und vielen Dank für deine Antwort.

    In erster Linie muss Liebe wachsen. Für mich war es eher ein Verbliebt-sein, aus dem noch Liebe werden hätte können.

    Das habe ich schon bei vergangenen Bekanntschaften sehr ordentlich spüren müssen, dass Jemand der mir nicht gut tut/ mich verletzt, nicht der Richtige sein kann.

    Aber es dauerte etwas, eh ich das einsehen und umsetzen (aufgeben) konnte.

    Richtig. Ich hatte bei ihm die Erwartungshaltung, dass er mir bei meinem Problem zuhört. Aus dem einfachen Grund, weil ich auch immer für ihn dasein und zur Verfügung stehen musste.

    Und genau darin lag meiner Meinung nach sein Fehler. Er ließ mir nie die Wahl... Und wenn er das erwartet ist klar, dass ich gleiches einfordere bzw.davon ausging, es würde jederzeit auf Gegenseitigkeit beruhen.

    Aber er hatte ja auch kein Verständnis für meine zeitintensive Arbeit und das ich da abends manchmal keine Zeit habe.

    Das habe ich getan. Also ihn in Ruhe gelassen. Ist ja nicht so, dass ich ihn zuvor mit Nachrichten bombardiert hätte.
    Aber wie du selbst sagst, merkte ich das er sich aufgrund meiner Erwartung zurück zieht und habe ihn deshalb in Ruhe gelassen. Wobei ich dazu sagen muss, die Erwartung einer Antwort ist entstanden, weil er meinte er wird mir noch eine Antwort geben...
    Er war in dem Wissen, dass ich nicht weiß was er will oder ob es irgendwann nochmal Kontakt gibt.

    Prinzipiell habe ich inzwischen abgeschlossen. Es passt für mich generell einfach nicht. Ich brauche Jemanden mit klaren Aussagen, statt beleidigtem Verhalten oder was auch immer.
    Zudem fühlte ich mich ungerecht von ihm behandelt.

    Dennoch konnte ich nicht 100% abschließen und habe Freitag erstmals ihn angeschrieben und ein schönes neues Jahr gewünscht, was er mir ebenfalls wünschte.
    Dann fragte ich, ob er mich in Whatsapp gelöscht oder sein Profilbild entfernt hat. Da sagte er, er hat mich entfernt.

    Na ja das sagt alles aus und ist auch okay so.
    Ich glaube er ist nicht der Typ der Fehler eingestehen würde und so käme man nie auf einen Nenner.

    Nur als Mensch bin ich enttäuscht von ihm. Aufgrund seines Charakters ging ich davon aus, dass er ehrlich das Desinteresse mitteilen würde, statt mich im Ungewissen zu lassen. Aber man kann den Menschen wohl einfach nur bis vor den Kopf schauen...

    Thema abgehakt und ich lerne wieder daraus.

    Diese extreme Emphatie habe ich bei fremden Menschen eigentlich gut genug im Griff. Ich möchte ja auch nicht herzlos erscheinen.

    Aber privat bin ich echt oft sehr sensibel. Vielleicht hängt es aber auch damit zusammen, dass ich generell zur Zeit ein paar Sachen im Rucksack habe, die sich aber gerade auflösen.
    Ein großer Klotz ist der jetzige Betrieb und habe nun auch gekündigt...

    Ich würde gern locker Jemanden kennenlernen. Einfach auf sich zukommen lassen, was daraus wird. Und das klappt bis zu einem gewissen Punkt sehr gut.
    Aber aufgrund dieser Emphatie und Sensibelsein, bin ich unsicher ob es funktioniert.
    Nur tut es mir gut, lieber locker und erstmal oberflächlicher zu bleiben.
    Bei ihm ging es ja von Anfang an um Beziehung. Er redete von Umzug und Co. Kein Sex vor Beziehung usw. Machte mir teils damit Angst.
    Aber ich möchte einfach das Leben genießen. Jemanden kennenlernen, Spaß haben (ohne Sex, später viell.auch mit) und natürlich soll auch irgendwann eine Beziehung draus werden. Entspannt kennenlernen, ohne Zwang.
    Klar ist die Gefahr da größer, dass einer sich verliebt und der Andere nicht, aber da ist eben Offenheit sehr wichtig.

    Ich glaube diese Art tut mir besser. Weil ich dann distanzierter sein kann, weil nicht dauernd Kontakt da sein muss und bin nicht gefühlsmäßig zu sehr drin...
    Außerdem macht mir eine feste Bindung etwas Angst. Ich möchte den Jenigen erst besser kennenlernen, eh ich mich fest binde. Und solch eine Bindung entsteht doch mit der Zeit...


    Liebe Grüße
    Nadinsche

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