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Eine Entschuldigung

Dieses Thema im Forum "Grundsatzdiskussionen" wurde erstellt von Arrian, 2 Februar 2017.

  1. Arrian

    Arrian Active Member

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    Hi,

    ich saß letztens so herum und da kam mir der Gedanke:

    Eine Entschuldigung. Was ist das eigentlich?

    Ich kam schnell zu einer Überzeugung und möchte die gerne zur Diskussion stellen:

    Eine Entschuldigung dient dazu:
    1. Gesellschaftlich Frieden zu schließen.
    und 2. Das Gewissen des Schuldigen zu besänftigen.

    Ich spreche hier natürlich nur von einer ehrlichen Entschuldigung für ein tatsächliches Fehlverhalten und keine "gezwungene" Entschuldigung.

    Nun, dass die Entschuldigung dazu dienen soll, quasi offiziell Frieden zu schließen, das brauchen wir wohl nicht diskutieren.

    Viel Interessanter finde ich doch:
    Es wird häufig so getan, als würde eine Entschuldigung dem Geschädigten etwas bringen. Man stelle sich zwei Kinder vor und das eine haut das andere, warum auch immer. Die Kinder sind noch jung, das Kind, das geschlagen hat, ist sich also keiner Schuld bewusst.
    Trotzdem wird es aufgefordert werden (Eltern, Lehrer, Wer auch immer) sich bei dem anderen Kind zu entschuldigen. Quasi als Wiedergutmachung. In der Schule später sollen dann Entschuldigungsbriefe geschrieben werden, die das geschädigte Kind dann auch bekommt.

    Nun... vielleicht liegt es daran, das ich mich quasi nie entschuldigen muss und auch sonst für nichts eine Entschuldigung bekommen habe (naja, hier und da mal eine Ausnahme auf beiden seiten) aber... Mir bringt es nichts. Es interessiert mich nichteinmal.
    Ich meine... wenn ich recht habe in einem Streit, dann weiss ich das ich recht habe und ich brauche nicht die Entschuldigung von irgendjemandem und dessen Eingeständnis, das ich recht habe.
    Und wenn ich der Geschädigte bin... dann hilft es mir auch nicht. Es lindert keinen Schmerz und ich fühle mich danach nicht besser. Mir ist es einfach nur egal, was diese Person zu sagen hat.
    Im gegenzug geht es einem aber auch besser, wenn ma sich bei jemandem für sein Fehlverhalten entschuldigt.
    Zumindest bei den 2-3en die ich gemacht habe, war das so.

    Hinzu kommt der Begriff selbst. Man bittet um Entschuldigung. Man tritt also vor jemanden, und bittet ihn/sie darum, die Last der Schuld von einem zu nehmen.
    Und an dieser Stelle würde ich mich bei einigen Fragen: Warum sollte ich das tun? Warum sollte ich eine Entschuldigung annehmen? Mir bringt es nichts und ich habe auch für diese Person spätestens jetzt nichts mehr übrig.
    Warum sollte ich eventuell weiterhin unter den Spätfolgen leiden (überdramatisiert) aber jemand anderem das Gewissen erleichtern?

    Verpasse ich da irgendeinen wichtigen Teil bei der Entschuldigung? Oder ist eine Entschuldigung eben nur das: Eine Möglichkeit für den TäterIn sich das Gewissen zu erleichtern?

    MfG
    Arr
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  3. Kinimod

    Kinimod KSF-Team Mitarbeiter

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    Guten Morgen Arrian,

    Es ist ein Interessanter Diskussionspunkt...

    Ich habe da ein ähnliche Einstellung allerdings nur gegeben über dem Wort und der Bedeutung "Entschuldigung".

    Ich mag es nicht mich bei andern zu Entschuldigen... es hört sich für mich immer so an als wenn ich versuche zu erklären das ich nicht schuld an etwas bin. Für mich ist es aber so das wenn ich einen Fehler mache, ich auch dazu stehe also entschuldige ich den Fehler nicht, wenn ich ihn begangen habe. Deswegen nutze ich lieber die Wort "tut mir leid" oder "Verzeihung".
    Es ist zwar immer noch bei mir in meinen Routinen drinnen das ich Entschuldigung sage, aber das versuch ich weg zu bekommen.

    Du hast aber ein ganz anderes Problem, bei Dir geht es ja eher darum das man tatsächlich um "Vergebung" bittet.
    Ich denke in manchen Fällen ist das angebracht, aber ich weiß was Du meinst damit das es übertrieben wird.
    Kinder hingegen sollte man beibringen was es bedeutet, was sie "getan" haben...

    Gruß

    Kinimod
  4. Arrian

    Arrian Active Member

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    Hi Kini,

    ja, du hast völlig recht, was den Begriff betrifft und ich sehe das sehr ähnlich: Ich halte auch nichts davon die Schuld von mir, oder anderen auf zu heben.

    Natürlich ist es in manchen Fällen angebracht. Aber das ist ja der Diskussionspunkt: Warum? Warum ist es in unserer Gesellschaft angebracht sich zu entschuldigen? Wie gesagt hilft es dem Geschädigten überhaupt nicht. Und nur um eben wieder diesen Frieden her zu stellen... das kann ich mir nicht denken. Im Mittelalter gab es so etwas ähnliches. Hatte man jemanden (meist mächtigeren) beleidigt, dann bot man ihm sein Leben an. Sprich man bot ihm an, das er einen erschlagen möge, wenn er wollte. Das gab dem Beleidigten die Möglichkeit zum einen Güte zu zeigen (ein wichtiges, christliches Attribut - gerade für Herrscher und Männer von Rang) und sein Gesicht zu wahren. Dabei war das weniger ein spontanes "Hey okay, bring mich um, wenn du willst" sondern mehr ein Ritual, das meist verabredet wurde. Eine rituelle, öffentliche Handlung, die dazu diente einen Streit oder Zwist aus der Welt zu schaffen. Der Schuldige konnte sich so sicher sein, dass kein Groll mehr gegen ihn herrschte und der Geschädigte wahrte sein Gesicht ohne tatsächlich Kämpfen zu müssen.

    Aber wie gesagt,ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass unsere heutige Entschuldigung eben nur ein rituelles Friedenschließen ist. Und wenn doch, dann stellt sich mir die Frage, ob man es nicht vielleicht ganz abschaffen sollte.

    Mit den Kindern hast du recht. Man muss ihnen erklären, was sie getan haben. Aber das tut eine Entschuldigung nicht. Ganz im Gegenteil. Eine Entschuldigung negiert diesen Effekt. Das Kind lernt "Ich kann andere schlagen, ich muss hinterher nur "Entschuldigung" sagen - und es nicht mal so meinen (weil das Kind nicht weiss, wie es das meinen soll) und alles ist gut." Und dem geschädigten Kind hilft besagte entschuldigung halt eben auch überhaupt nicht. Im Gegenteil, es erkennt nämlich auch: Jemand kann mir unrecht tun, muss nur "Entschuldigung" sagen und schon bin ich dazu verpflichtet mich wieder mit dem Schuldigen zu vertragen. Das ist doch nicht zielführend.

    MfG
    Arr
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