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"Deutsche Panzer rollen!"

Dieses Thema im Forum "Ich habe es geschafft! Meine Erfolgsgeschichte" wurde erstellt von Nadinsche, 18 Mai 2011.

  1. Nadinsche

    Nadinsche Well-Known Member

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    Wie ist eigentlich das Leben eines dicken Menschens?

    Ich möchte mich mal befreien und schreibe Euch hier, ganz offen und ehrlich, wie sich 23 Jahre übergewichtig sein, anfühlen.

    Die Einen werden sagen: "Was will die denn?", die anderen:"Hab ich ein Glück, ich bin schlank!" und wiederrum andere:"Genau so gehts mir auch!".

    Solange ich denken kann, bin ich übergewichtig.
    Meine Schulzeit begann als kleines Moppelchen. Es störte mich nicht, meine Eltern nicht und auch Ärzte waren guter Dinge, dass es sich durch mein Wachstum "verwachsen" würde.

    Ich hatte Freunde in der Grundschule und auch Hänselein gab es sehr selten.

    Meine Freizeitaktivitäten waren: im Sommer wie Winter draußen spielen, rumtoben, Fange spielen usw.
    Meine Ernährungsgewohnheiten: Ganz normal, es gab wenig bis kein Fastfood, Süßigkeiten im Maße und Gemüse war schon immer meine Lieblingsspeise.

    Dann kam ich in die 5. Klasse und ging für 6 Wochen weit weg von Zuhause zu einer Kur. Schon früh morgens um 6 Uhr vor dem Frühstück hieß es Frühsport für alle dicken Kinder! "Ihr müsst euren inneren Schweinehund überwinden!", brüllte der grimmige Trainer immer und immer wieder.
    Am Sonntag war immer Fastentag. Kein bisschen Essen, nur ekelhafte Multivitaminsäfte.
    Viel Freude hingegen bereiteten mir die Tanzstunden.
    Und da ich mit 11 reifer wie meine Altersgenossen war, kam ich zu den Großen Mädchen (16./17) und durfte erste Erfahrungsberichte über Freund haben und Sex hören! *lach*

    Schlussendlich verlor ich 10 kg und war Zuhause stolz wie Oskar!

    Aber meine Eltern unterstützen mich nicht lange und schnell waren 20 kg wieder drauf auf den Hüften. :(
    Kurz darauf zogen wir in eine Kleinstadt. Andere Schule, neue Freunde- aber einige Hänselein!

    "Deutsche Panzer rollen!", das war dauerhaft der Spruch eines Klassenkameradens und noch viele andere Hänseleien.
    Aber ich hatte gute Freundinnen und wir gingen im Sommer gern an den Baggersee baden, spielten Federball usw.

    Mit 13. habe ich mich das erste Mal verliebt, in einen der beliebtesten Jungs meiner Stufe. Es war während einer, von unserer Klasse veranstalteten, Kinderdisco.
    Ich habe mit meinen Freundinnen etwas getanzt, aber mich nicht richtig getraut, da ich mich schämte für meine zunehmende Körperfülle.
    Der beliebte Junge Martin legte Musik auf und ich wünschte mir immer wieder Musiktitel. Dann trafen mich Gefühle mitten in mein Herz und ich war so geschockt.

    Ich suchte in den vergangenen Wochen Blickkontakt zu ihm und bekam auch intensiven Blickkontakt zurück. Und dann war ich der glücklichste Mensch auf Erden und machte mir gaaanz viel Hoffnungen! :hurra:

    Zuhause war ich dann deprimiert. Er war beliebt, etwas kleiner wie ich und schlank und ich, ich war ein dickes Mädchen mit blonden langen Haaren, das keiner außer 2 Freundinnen mochte. Selbstzweifel überrannten mich immer wieder und ich weinte mir fast die Augen aus. Immer und immer wieder.

    Immer und immer wieder lag ich zwischen Hoffnungen und zerstörerischen Selbstzweifel.

    Meine beste Freundin munterte mich immer wieder auf. Nach viele Fahrradtouren und Spaziergänge mit unseren Hunden später, fasste ich Mut und fragte meinen Schwarm:"Du Martin, ich wollte dich da mal was fragen. Willst du mit mir gehen?".
    Er:"Ähm ich hab gerade eine Freundin, frag doch nochmal in 2-3 Monaten nach!".

    Ich war am Boden zerstört, aber ich gab nicht auf und nach vielen endlos langen Monaten habe ich meinen Schwarm als guten Freund gewonnen, Anerkennung in der Schule erhalten und mein Schwarm wurde zu MEINEM ersten Freund! :hurra:

    Aber es hielt nicht lange und so trennte ich mich wieder von ihm. (typisch Teenie, erst laufe ich dem Jungen fast ein Jahr hinterher und nach 2 Wochen hatte ich keinen Bock mehr :lol:)

    In meiner Schulklasse hatte ich ein Mädchen, welches noch dicker als ich war. Das Mädchen Stefanie war fast doppelt so dick wie ich und sie hatte ganz grauseliges, gelocktes, dunkles Haar. Und da sie dicker war, blieben mir viele Hänseleien aus.

    Doch Stefanie fuhr dann 6 Wochen zu einer Kurz und kam ebenfalls um einiges schlanker wieder in die Schule. Für alle war sie die Heldin schlecht hin. Und da ihre Mama sich für die Klasse angagierte, wurde sie nicht mehr geärgert und verspottet.

    Hingegen ließen die Mitschüler ihren Frust an mir aus und auch meine Freundinnen waren mal für mich da und mal eben nicht.

    Ich war endlos gefrustet, futterte viel Süßes in mich hinein.
    Zuhause sollte ich meinem Dad auch noch im großen Gemüsebeet beim Unkraut zupfen helfen. Aber mit einem dicken Bauch und bereits X-Beinen ist es ein Kraftakt. Und so weigerte ich mich nach meinen ersten Erfahrungen, sodass natürlich auch er mich ausschimpfte.

    Meine stark angeknackste Psyche, mein mangelndes Selbstbewusstsein sorgten für einige Scheinkrankheiten- denn nun war auch meine geliebte Oma nicht mehr für mich da (sie war verstorben).
    Tja, wenn man in der Schule viel fehlt, schreibt man schlechte Noten und die Mitschüler hänseln einen noch mehr. Und so war ich im Teufelskreis angekommen:
    Schule hänseln, Zuhause futtern, dicker werden, weitere Verspottungen, noch mehr Frust, wieder "Schein-krank" usw. Das führte soweit, bis ich mich selbst verletzte.

    Irgendwann kratze ich die Kurve und ging wieder regelmäßig in die Schule. Ich wurde zwar gehänselt, aber ich ließ es guter Dinge an mir fast spurlos vorbei gehen.

    Nach einigerer Zeit legten sich die Verspottungen und gingen Richtung den dickeren Mädchen Stefanie. Sie war schlimmer dran als ich, sie war ganz schlimm dick, sie hatte einen Buckel wie eine Hexe und sie roch immer nach Schweiß oder anderem.
    Eigentlich war sie ein nettes Mädchen und ich hätte mich mit ihr gut verstanden. Aber sie hegte immer einen Groll auf mich, weil ich eben nicht so dick war wie sie.

    Kurz vor meinem Schulabschluss hatte ich dann in der letzten Sportstunde einen Unfall. Ich sollte über einen kleinen Kasten springen und dabei beeilen und beim Springen knickte mein Bein unter den ca. 100kg weg und ich fiehl hin. Ich konnte mich nicht bewegen. Meine Mitschüler lachten erst einmal (hätte ich auch), aber als sie merkten es ist ernst und ein Krankenwagen muss kommen, waren sie besorgt.

    Das Ende vom Lied war ein Kreuzband und Meniskusriss die beide operiert wurden. Erst eine OP und 3 Monate einseitige Belastung, dann die 2. OP und das selbe Spiel.

    Seitdem habe ich knirschende Kniegelenke, aufgrund mangelnder Gelenkflüssigkeit. Denn durch 100kg Belastung und Therapie fürs Knie, wurden die Gelenke zu sehr in Mitleidenschaft gezogen.

    Durch den Schulunfall musste ich natürlich zu einem Begutachter. Der Arzt untersuchte mich 16 Jährige und fragte:" Was willst du beruflich machen?". Ich sagte:"Altenpflegerin!". Er antwortete darauf:"Mit den Kniegelenken gebe ich dir 10-20 Jahr und dann kannst du den Job nicht mehr machen!".

    Aber den Worten schenkte ich keine Bedeutung und während der 2. OP befand ich mich im freiwilligen sozialen Jahr in einer Behinderteneinrichtung. Das war die erste tolle Zeit in meinem Leben! Ich gab den behinderten Menschen viel und bekam von ihnen auf ihre eigene Weise so viel zurück! :verliebt:

    Danach bin ich ganz weit von Zuhause weg gegangen und habe meine Ausbildung zur exam. Altenpflegerin begonnen.
    Zuerst waren die alten Damen und Herren gar nicht begeistert von einem dicken Mädchen, dass sie waschen und pflegen sollte. Aber sie hatten keine andere Wahl und als sie meine Art und meinen Charakter kennenlernten, mochten sie mich.

    Zu diesem Zeitpunkt begann ich immer bei schlechtem Wetter höllische Knieschmerzen zu bekommen. Aber ich riss mich zusammen und ging immer schön fleißig zur Berufsschule und auf Arbeit.
    Ich ging sogar mit meinen WG-Bewohnern in ein Fitnesstudio.
    Doch Süßigkeiten sind so lecker und nach anstrengenden Arbeitstagen war es meine Belohnung, mich mit Schokolade vor den Fernseher zu setzen. :öhm:

    Durch die Arbeit (Bewegung), aber meiner fast täglichen Hingabe der Schokolade, veränderte sich mein Gewicht ganz langsam ins Plus. :aergern:

    Als sich dann auch noch die WG auflöste und ich allein war und keinerlei Möglichkeiten hatte zum Fitnessstudio zu gehen, gab ich mich dem Leben hin. Arbeiten und dann Zuhause sitzen und all meinen Lieblingsbeschäftigungen nachgehen.

    Aber wer meint, ich war unordentlich und dreckig- weit gefehlt! Meine Wohnung war immer aufgeräumt und ich gab mich immer meinem Putzfimmel hin! ;)

    Meine allgemeine Ernährung war auch okay. Es gab kaum Fastfood. Ich hab selbst gekocht, auch wenn nicht alles gesund war. Nur diese gemeine Schokolade.

    Kurz vor Ende meiner Ausbildung lernte ich meinen Freund kennen und da er auf "sexuelle Schwungmaße" steht, habe ich mich so genommen wie ich bin und ganz normal gelebt! Ist ja schließlich auch ein einfacher Weg.
    Das ich nebenbei aber stätig in die Breite ging und meine Knieschmerzen immer schlimmer wurden, war dann eben "leichter" Beigeschmack!
    (Einbildung ist ja auch eine Bildung :aergern: )

    Nach kurzen Einleben in meiner alt-neuen Heimat gemeinsam mit meinem Freund begab ich mich auf Jobsuche. Altenpfleger werden schließlich gesucht, sollte es doch kein Problem sein!
    Dann habe ich ein Praktika gemacht. Es war klasse, netter Chef-super!
    Doch nach 3 Tagen fing ich an, eine Erkältung zu bekommen. Ich war Mittwoch mit Erkältung noch arbeiten, aber abends rief ich ihn dann an und sagte ihm, dass ich gern 2 Tage zum auskurieren frei möchte und zum Wochenende wäre ich wieder fit!
    Kein Problem, sagte mein "künftiger" Chef, er hat ja schließlich mit mir gearbeitet und wusste wie schlimm es war.

    Aber zum Freitag war alles schlimmer. Ich bekam kaum Luft, konnte mich nicht körperlich betätigen und so erhielt ich auch das Wochenende frei. Doch als ich Sonntag Abend im Sessel saß, selbst im Sitzen kaum atmen konnte (geschweige denn mich selbst anziehen), bat ich meinen Freund mich zum Arzt zu bringen...
    21 Uhr lag ich dann im Krankenhaus auf Intensivstation mit einer schweren Lungenentzündung- pima!

    Meine Ma rief bei meinem "künftigen Arbeitgeber" an und es wurde alles geregelt. Er war zufrieden mit meiner Arbeit und möchte das Praktikum nachholen und wünscht Gute Besserung! Mir fiel ein Fels vom Herzen...:hurra:

    Doch daraus wurde nichts. ;( Beim Termin bei meiner Arbeitsvermittlerin sagte sie das Praktikum ab und schickte mich zum Amtsarzt, wegen "Tauglichkeit".

    Einen Tag vor Weihnachten kam dann die Nachricht:" Frau ... sie dürfen nicht mehr als Altenpflegerin arbeiten!" Ich war am Boden zerstört, MEIN Traumjob, wie ich in der Ausbildung geackert habe...
    Grund: meine Kniegelenke sind so schlimm, wenn ich weiter arbeite, werd ich bald im Rollstuhl sitzen oder künstliche Kniegelenke brauchen und da ich in diesem Fall das Arbeitsamt verklagen könnte, erhalte ich keinerlei Hilfe vom Amt!

    So nun bin ich nicht mehr in der Vergangenheitsform, denn das ist fast der heutige Stand!

    Ich möchte natürlich nicht im Rollstuhl landen, und so beschloss ich, eine neue Ausbildung machen zu wollen. Mit meinem Arbeitsvermittler gab es viele Termine und wir haben verschiedene Ansätze. Z.B. Erzieherin könnte ich mir vorstellen. Mein Arbeitsv. ruft Amtsärztin an, ihre Antwort:" Ja, wenn Frau ... während der Arbeit mit Krücken läuft, kann sie das machen!".
    :kratz: Okay... "Hallo Arbeitgeber, die Krücken sind normal, ich brauch nur ne 2. Person bei mir, die mir Hilft, wenn ich etwas transportieren muss, weil meine Hände mit Krücken belegt sind!" :aergern: Oder so in der Art?

    Tja, dann versuchte ich eine Bürotätigkeit- Call Center. Meine Knieschmerzen waren schlimmer als vorher... ;(

    Und so bin ich jetzt 23. habe hintereinander meinen Schulabschluss, soziales Jahr und Ausbildung gemacht (sauberer Lebenslauf), aber dank meiner selbst, bin ich 2 Jahre bereits auf Vater Staat angewiesen!

    Zu den Kniegelenken als Folge meines Übergewichts von mittlerer Weile 130kg, habe ich alle 2 Jahre eine Lungenentzündung, wenn ich herzhaft Lache einen Hustenanfall (auch vom Rauchen). Mein Hormonhaushalt ist mieserabel.

    Die Zukunft meiner selbst und die gemeinsame mit meinem Freund ist eigentlich so geplant, dass ich in meinem Traumberuf arbeiten möchte und wir Kinder möchten.

    Aber solange ich einen BMI von 45 (normal wäre 24) habe, mache ich jeden einzelnen Tag meine Kniegelenke noch mehr kaputt & alle anderen Gelenke und Organe. Deswegen kann ich nicht arbeiten und Kinder sind sowie so finanziell nicht drin und es wäre unverantwortlich, da die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt sehr hoch ist oder ein krankes Kind zu bekommen.
    Das wäre dem Kind gegenüber nicht fair, ich habe schließlich auch gesunde, schlanke Eltern, die mich immer behütet haben!

    Ich war einmal bei meinem damals behandelnden Chirurgen (wegen Knie) und klagte über Schmerzen und das Knacken. Er legte meine Hand auf sein Knie und bewegte sein Bein (Knie knackste). Und sagte:"Sehen sie, meine auch!" Und Tschüss...
    Das ich aber erst um die 20 bin und er über 50, das macht keinen Unterschied? :aergern:
    Ich hatte mir erhofft, dass er mir Ratschläge gibt, mich zu Orthopäden etc., schickt.

    Ich kann keine sportlichen Aktivitäten machen, kein Fahrrad fahren, laufen etc. Obwohl ich es mag, mich zu bewegen, denn es gibt ein schönes Gefühl. :-)
    Ich könnte Schwimmen, da aber die nächste Schwimmhalle 40 km weg ist, keine Bus/Zugbindung vorhanden und mit Auto als Hartz 4 Empfängerin zu teuer ist, wird das nichts. :motz:

    2 Hausärzte rieten mir, es zu versuchen eine Operation von der Krankenkasse finanziert zu bekommen.
    Sehr sehr lange habe ich darüber nachgedacht. Denn ich habe Angst, mich dem Risiko einer OP hinzugeben. Ich bin allein dick geworden und möchte es alleine schaffen. Und eine OP alleine macht mich nicht schlank.

    Aber ich habe alles Für und Wieder X Mal durchdacht und auch mit meinem Freund und Familie diskutiert- und mich entschlossen, den langen steinigen Weg zu gehen: eine OP.

    Eine OP hilft mir, schnell Gewicht zu verlieren und wenn erstmal durch die OP ein paar Kilo weg sind, kann ich mich sportlich betätigen. Und dann will ich in das örtliche Fitnessstudio gehen- scheiß egal wie teuer das ist! :box:

    Ich will diesen Schritt wagen und gehe den ersten Schritt. Am 6.6. habe ich meinen ersten Termin bei einem Adipositaschirurgen und höre mir an, was er zusagen hat! Ich nehme meine Mutter mit, da sie mich länger kennt als mein Freund und auch mit den Arzt besser reden kann.

    Und auch wenn mein Freund mich liebt, wie ich bin, unterstützt er mich.

    Seit 2 Monaten habe ich meine Ernährung auf komplett gesund und frisch geändert. Und wenn doch mal der Appetit auf Schoki kommt, ess ich ein Stück Bitterschoki.

    Und ich bin stolz, dass ich seit 2 Monaten es durchhalte, jeden Tag frisch zu kochen (bin Kochmuffel). Ich gehe meinem Putzfimmel noch intensiver nach und auch im Garten habe ich Gemüse gepflanzt, um mich körperlich zu betätigen.

    Ich werde es schaffen! Und bald sind ein paar Kilo runter und ich kann wieder herzhaft lachen, ich kann Kleidung tragen, welche ich will, ich werde ins Fitnesstudio gehen können. Ich werde Ausdauer haben!

    Ich war früher trotz Übergewicht sehr fit. Und mein Übergewicht ist auch rellativ gut verteilt, sodass ich für 130kg doch noch Proportionen besitze und mich ab und an attraktiv finde.

    Und ich habe bereits erste Erfolge! *freu* mein Hautbild bessert sich und krafttechnisch bin ich meinem Freund beim rumalbern nicht mehr so sehr unterlegen!

    Und alle Leute, die mich je gehänselt, verspottet, verarscht und verletzt haben: Ihr werdet mich eines Tages bewundern und dann sag ich euch:"Leck mich am piep piep piep piep piep" *lach*

    So, und das sollte jetzt keine Mitleidstour durch mein "Ach so schlimmes Leben" sein, denn mein Leben hatte trotzdem bisher schöne Momente. Und im Gegensatz zu irgendwelchen Schönheiten mit Modelmaßen, kann ich sagen: Mein Freund, meine Familie und Freunde, lieben MICH und nicht meine Hülle!

    Und ich nehme ab, um meiner Gesundheit was gutes zutun. Um nicht mit 40 den xten Herzinfarkt zu haben und Herzschrittmacher zu haben. Und um nicht mit 55 schon tot in ner Ecke zu liegen! :box:

    Mein Erfolg darin liegt, dass ich zwar mich akzeptiern kann wie ich bin (auch um es mir einfacher zu machen), aber meine Gesundheit kann ich nicht austricksen! Und genau das habe ich verstanden! Es hat "klick" gemacht und Einsicht ist der erste Weg zur Bessung

    Also bitte keine Almosen (von wegen "du arme"), wenn einer das hier lesen sollte! ;)


    Liebe Grüße Nadine
  2. HEMS'chenn

    HEMS'chenn Guest

    Hey Nadinsche,

    ich habe mir deine Geschichte mal durchgelesen:)

    Was die dummen Sprüche angeht, geht es mir ähnlich. Aber bei mir eher wegen meiner Oberweite ( Naja..C-Körbchen halt..) und weil ich ein paar mehr Kurven habe, als manch andere in meinem Alter.
    Die sollten mal sich selbst angucken...ein Strich..mehr war da nicht als Taille- während ich echt viel davon hatte.

    Ich find's fies dass sie dann alles an die ausgelassen haben, nur weil Stefanie abgenommen hat und ihre Mutter sich bei euch engagiert!

    Ich bin auch nicht mehr in die Schule gegangen und habe nichts gegessen. Dadurch nahm aber auch ich mehr zu, weil ich wenn dann was falsches gegessen habe.

    Ich finde es schön , dass du so gekämpft hast :) Trotz deines Knies in so einem Job zu arbeiten :)
    Ja, dass ist bei meinem Vater in der Einrichtung auch so. Da bekommen die etwas dickeren gerne mal Sprüche von den Bewohnern und anderen Kollegen ab.

    Da find ich es auch einfach nur dumm,dass deine Krankenkasse dir nicht die kosten für die Schwimmhalle und die Zugfahrt etc. erstattet. Und dann reden sie immer, wir sollen uns gesund ernähren und viel bewegen. Ja, wie denn wenn das Geld fehlt?!

    Ich finde es aber toll, wie du das geschrieben hast und wie du gekämpfst hast!

    Ich wünsche dir ganz viel Glück und auch Mut dass du es schaffst :)
    Schreib'uns bitte wie der Termin beim Adipositaschrirurgen war :)
  3. Kronprinz

    Kronprinz Member

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    WOW!

    Ich habe deine Geschichte gelesen und ich bin baff.
    Mir ist beim lesen nicht auch einmal der Gedanke gekommen "Armes Tuck Tuck", nein eher "Das Mädchen hat vielleicht Power!"
    Ich finde es toll wie du mit deinem Leben gekämpft hast und gewonnen hast.
    Du hast dich nicht unterkriegen lassen und bist jetzt mit stolzem Haupt auf den Weg in eine gute Zukunft.
    Du hast meine große Bewunderung! Du machst mir beim Lesen echt Mut das alle Dinge irgendwie besser werden.
    Der stolze Kronprinz verneigt sich vor einer Gewinnerin des Lebens.
    Ich wünsche dir für die Zukunft das du deine Ziele erreichst und das du dir deine Träume erfüllen kannst.

    Mit den besten Grüßen
    Kronprinz
  4. Wallis

    Wallis KSF-Team/Mod Mitarbeiter

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    Hallo Nadinsche,

    ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, und dir zurufen "Wow, was für ein Mädel!":respekt:

    Du hast alles auf den Punkt gebracht, hast pfiffig geschrieben, keine Spur von armes Ding oder so kam mir auf, eher streckenweises Schmunzeln, wie gut du dich selbst beschaust und so beherzt an alles dran gehst.
    Du hast Mut gezeigt, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen.

    Es freut mich für dich sehr, dass du auf dem Weg deiner Selbstfindung bist.
    Und ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Ausdauer, dass du alle deine Ziele erreichst.

    :thumbs:
  5. Phayder

    Phayder Ehrenuser Mitarbeiter

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    Hi Nadini-Maus :)

    Ich mach es mal kurz und schmerzlos ;):

    Wenn Menschen, nur auf das fixiert was sie sehen, oder gar nur sehen wollen - dann sind das genau diese Menschen mit denen du nichts zutun haben willst :)

    Du bist so eine stolze, starke Frau - vermutlich sogar viel stärker als die Spaten um dich herum, die mit dem Finger zeigen, oder sich eins feichsen...

    Die müssen dich nun wirklich nicht kümmern!!! Ich bin mir gaaaaaaaaanz sicher, dass du einmal, einer der glückslichsten Menschen auf der Welt sein wirst :)... die anderen, aufgrund ihrer ignoranz und Voruteilshaftigkeit nicht ;)

    Und schau doch mal, den Kronprinzen (hier stand grad noch Kornprinzen xD), hast du schon mal in deine Tasche gesteckt :D

    @Kronprinz: DU machst mich echt schwach!!! Aus deinem Begrüßungspost dachte ich auch, omfg, was kommt denn da - Mein Fehler, du bist wahrlich einer der fairsten die ich jemals lesen durfte :)
  6. Nadinsche

    Nadinsche Well-Known Member

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    Huhu,

    dankeschön für eure Posts, echt lieb von euch! :knuddeln:

    Es freut mich, dass ihr mich nicht verurteilt, weil ich mich für den Weg einer OP entschieden habe.
    Diese Entscheidung habe ich mir auch nicht leicht gemacht und lange (mind. 3 Monate) darüber nachgedacht. Aber wie schon geschrieben, ist Sport keine Alternative mehr für mich und allein mit Ernährungsumstellung werde ich wohl nicht viel abnehmen.

    Ich beneide alle Menschen, die ein paar Pfunde zu viel haben und Sport treiben können. Und wenn ich früher Einsicht erlangt hätte und meinen Ar** bewegt hätte, würde ich nicht in dieser Falle sitzen.

    Ein bisschen hoffe ich noch auf ein Wunder, dass mir die OP vielleicht erspart bleibt. Gleichzeitig hoffe ich aber, dass meine Krankenkasse den Eingriff bezahlen wird.

    Und nebenbei verfluche ich die Industrie und Medien, weil sie so sehr werben für angeblich "gesunde" und "light" Produkte, für die Herstellung haufenweiser Fertiggerichte mit "lecker" künstlichen Stoffen und ich hasse es, wenn ich in meine Geldbörse schaue, weil gesunde Nahrung arschteuer ist, im Vergleich zu dem Fertiggerichte-Kram. :aergern::lol:

    Ich danke euch und ich werde hier auf jedenfall weiterberichten, im Bezug auf OP etc.


    Liebe Grüße Nadine
  7. Oh-My-Goth!

    Oh-My-Goth! Member

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    Ganz ehrlich, ohne deine Geschichte hätte ich mich da nie einfühlen können.
    Zwar war ich auch in der Schule nicht grad beliebt und wurde oft gehänselt, ich war auch oft scheinkrank, ich schmiss sogar alles hin und verfluchte mein Leben!
    Aber ich war nich zu dick, ganz im gegenteil, ich bin dünn, extrem dünn und untergewichtig!
    Und niemand, hat Respeckt vor jemanden, der aussieht, als würde Ihn ein Windstoß zu fall bringen.
    Magersüchtig, bin ich übrigens nicht, ich esse wann ich will und so viel ich will, ich gucke ich nicht darauf, das ich bloß nicht zu viel zu mir nehme, mein Problem ist einfach, das ich mich nicht zum essen zwingen kann und Buchstäblich nie hunger habe..
  8. Nadinsche

    Nadinsche Well-Known Member

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    Edit: Ich habe vor paar Monaten alles mögliche gegessen, z.B. McDoof, Säfte ohne Ende, Hamburger und all so ein Kram. Zunahme: nüscht.

    Seid ca. 3 Monaten: Gemüse ohne Ende (okay außer seid EHEC, ist mir doch etwas kurios das ganze), wenn mal Nudeln, dann Vollkorn-Bio Gedöhns.
    Vorgestern gewogen: 4 Kilo zugenommen!

    Also mir kann echt einer was vom Pferd erzählen, irgendwie ist mein Stoffwechsel doch fürn Arsch! (sorry)

    Montag ist Termin, mal sehen was der Adipositaschirurg sagt. :)
  9. Phayder

    Phayder Ehrenuser Mitarbeiter

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    Na sicher ist dein Stoffwechsel im After :) Du kannst deinem Körper nicht zumuten von 180 auf 60 kmh zurückzubremsen ;)

    Alles was dein Körper grade macht, ist auf Notstand schalten!!! Alles was du jetzt in dich reindrückst mit weniger als 500kcal. Kaloriendefinzit, saugt er auf und speichert es ;)

    Radikal ist nicht immer gut, Süße :)
  10. Nadinsche

    Nadinsche Well-Known Member

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    ;( Das ist so fies. Ich beweg mich wie ne Blöde! Ich sehe aus wie eine Tomate, weil ich ständig draußen und auf Achse bin.
    Ich hab ja auch "nur" 2 Monate zuvor so radikal ungesundes Gemampft. Davor war meine Ernährung auch relativ ausgewogen. Aber du wirst Recht haben, dass mein Stoffwechsel jetzt erstmal auf Sparflamme ist und um so mehr alles speichert.

    Ein was positives hat das Ganze ja schonmal, meine weiblichen Hormone kommen vermehrt wieder. :lol:
  11. Nadinsche

    Nadinsche Well-Known Member

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    Einer der deutschen Panzer ist am Montag in eine Klinik mit Adipostas-Spezialisten "gerollt".

    Das Gespräch mit dem Chirurgen war sehr angenehm und auch das ganze Team drum herum war sehr nett! Der Chirurg hat mich nach meinen "Folgeerkrankungen und Beweggründen" zu diesem Schritt gefragt. Und auch kam die Frage der evtl. Operationsmethode zum Vorschein.

    Da ich eine Süß-Esserin eigentlich bin/war, tendiert der Dr. dazu, einen Teil des Magen und tvl. des Darmes zu entfernen. Allerdings hat das Ganze einen Haken: Man weiß nicht genau, wie sich diese Operationsmethode in 10+Jahren auswirken wird. Man hat noch keine wirklichen Ergebnisse in der Langzeittherapie!
    Vom Magenband rät er allgemein ab, da es in der Vergangenheit zu viele Komplikationen gab.

    Er verkündete aber auch, dass er eine OP in meinem Alter gut findet. Hat mich erst gewundert. :kratz:
    Aber um so älter ich werde, um so mehr Komplikationen könnten Auftreten- ist ja logisch.

    Mehr zum Thema OP und Verfahren, kommt erst, wenn alles soweit ist.

    Jetzt wurde/werde ich erst einmal in ein Programm aufgenommen, zur Gewichtsreduzierung.
    Zur Erklärung: alle Krankenkassen haben sich auf ein Programm abgestimmt, es nennt sich "multimodales Konzept zur Gewichtsreduzierung". Dieses Programm muss man erst einmal machen und das Ergebnis vorweisen, dass es keinen Erfolg brachte, um dann evtl. eine notwendige OP finanziert zu bekommen.
    Das Programm beinhaltet u.a. Termine bei Spezialisten, um evtl. Folgeschäden des Gewichtes zu bestimmen, aber auch Krankheiten auszuschließen. Eine Ernährungsberatung muss erfolgen. Man muss zum Psychologen, um eine evtl. Essstorung festzustellen und zu behandeln. Natürlich Sport treiben und und und.

    Und diese Rennerei begann heute. Denn ich habe einen neuen Termin in der Klinik erhalten. Zu diesem Termin brauche ich eine Überwerisung vom Internisten zum Internisten (Spezialist Adipositas), damit Kosten gedeckt werden. Dafür habe ich heute rumtelefoniert und morgen Termin bei Hausarzt, damit er mich zum Internisten überweist, welcher mich dann in die Klinik überweist. :öhm:

    Dann habe ich heute Unterlagen erhalten. Mindestens 3 Wochen muss ich notieren, was ich wann, wieviel und warum esse. Damit man feststellen kann, was ich evtl. falsch mache und um meine Essgewohnheiten herauszufinden (wegen OP etc.).

    Zum Termin in der Klinik in 4 1/2 Wochen muss ich dann nüchtern erscheinen, wegen Blutabnahme. Dann habe ich Gespräch mit der Ernährungsberaterin und mit einem Arzt. Straffes Programm! :lol:
    Aber nur, weil ich über 2 Std. von der Klinik entfernt wohne, wurden alle 3 Termine auf einen Tag gelegt. Ach wie nett! :)

    Morgen gehe ich von mir aus, nach meinem Hausarzttermin zum Fitnessstudio und frage wegen einem Probetraining. Da möchte ich dann herausfinden, ob die eine Programm für mich zusammenstellen können, ohne das meine Knie schmerzen. :)

    Bis hier hin mein kleiner Bericht (auch für andere Betroffene zum nachlesen!).

    Mlg Nadine

    Edit: Ich hoffe ja das Konzept schlägt an, dann muss ich mich vielleicht gar nicht operieren lassen!
    Der Chirurg meinte, dass sie mit meiner Krankenkasse ein gutes Verhältnis haben und daher es ein klein wenig besser klappt, die Op finanziert zu bekommen! Wenigstens eine gute Wahl, die ich getroffen habe.
  12. shadow13

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    Hallo Nadinsche!
    Hab mir mal durchgelesen, was du so alles durchgemacht bzw durchgestanden hast. Find ich super, dass du so engagiert bist! Ich kenn das Thema Schokolade leider zur Genüge ;)
    Gibts denn schon was Neues von dir? Wie lief das Programm? Wurdest du operiert?

    Liebe Grüße!
  13. Nadinsche

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