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| | #1 (Permalink) |
| Neuer Benutzer Registriert seit: 06.02.2012
Beiträge: 8
Freunde: (0) | Zu dominante Eltern von pingu (06.02.2012, 14:47)Hallo Zusammen, Ich bin neu hier und hoffe, dass ihr mir mit euren Inputs vielleicht ein wenig helfen könnt, denn ich weiss selber nicht mehr so recht weiter. Ich möchte euch erst mal ein wenig über meine Familie erzählen, meine Mama ist wirklich einer der liebsten Menschen die ich jemals kennen lernen durfte und würde soweit sie kann alles für mich tun, das weiss ich. Jedoch lässt sie sich von meinem Vater, welcher seit 4 Jahren nicht mehr arbeitet, extrem beeinflussen - und dieser ist leider nicht so lieb. Mein Vater hat mich im alter von 3 - 16 Jahre oft geschlagen, manchmal so sehr, dass ich am nächsten Tag nicht in die Schule durfte, da ich blaue Flecken und sonstige Verletzungen hatte auch hat er mich eigentlich jeden Tag angeschrien bis ich nur noch weinen konnte. Ich habe jedoch immer eine gute Familie gewollt und ihm das bis heute niemals vorgeworfen. Er hatte in dieser Zeit geschäftlich sehr hohen Druck und auch Drogen konsumiert, welche seine Art veränderten. Jedoch hat es mich sehr geprägt und führt nun dazu dass ich mit meinem Vater kaum normale Disskussionen führen kann, immer wenn wir alltägliche kleine Streitigkeiten haben rastet er oder ich aus, da es alte Gefühle aufwirbelt. Ich kann ihm manchmal nicht mal mehr in die Augen sehen so zerstöhrt ist unser Verhältnis. Wäre mein Vater nicht mein Vater würde ich ihn nicht mögen, denn er ist eine extrem dominante Person, nie kann man es ihm recht machen und kritisieren ist sein Hobby. Sagt man ihm jedoch mal die Meinung rastet er gleich aus, was dazu führt. dass er seit Jahren die Familie dominiert. Er macht alle immer schlecht und gibt einem das Gefühl nichts wert zu sein, was man besonders meiner Mutter anmerkt. Früher musste ich wegen meiner "zurückhaltenden" und introvernierten Art sogar von der Ausbildung her in Behandlung, welche mein Vater jedoch beendete, da er das nicht wollte. Ich habe nie über meine Familie geredet, aber denkt jetzt nicht ich sei ein kleins verschüpftes Häufchen, ich hatte immer die grösste klappe, viel Freude am Leben und vorallem immer viele gute Freunde. Ich konnte dieses Thema einfach nie ansprechen. Bis ich letztes Jahr kurz nach meiner Ausbildung meinen jetztigen Freund kennenlernten. Wir haben eine wundervolle Beziehung und er zeigt mir das erste Mal im Leben, dass es auch leute gibt die sich wirklich um mich sorgen. Seine Familie hat mich ebenfalls immer sehr gut behandelt. Die Beziehung führte jedoch dazu, dass ich über diese Probleme reden musste. Da ich meinem Freund blind vertraue habe ich diesen Schritt mit 20Jahren nun endlich auch gemacht (wunder passieren!) und ich bin stolz auf mich! Jedoch machen meine Eltern mein "neues" Leben ständig fertig. Früher war ich etwas auf der schiefen Bahn und habe täglich Alkohol konsumiert. Meine Eltern machen das noch heute und akzeptieren nicht dass ich gar keinen Alk mehr will. Auch finden Sie meine neue erste Wohnung scheisse, meinen Job nutzlos und das schlimmste: Sie greifen meinen Freund an! Sie behandeln ihn so wie mich und er kann nicht damit umgehen. Nun möchte ich gerne keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern, denn ich habe immer versucht mit ihnen zu reden und mit ihnen klar zukommen. Sie hören mir auch nie zu, und bevorzugen ständig meine Schwester, welche immer der absolute Liebling war, letztens war ich sogar schuld daran, dass sie eine Stunde zu spät zum essen kam, weil ich früher essen wollte?! Ich habe es einfach nach all dieser Zeit satt, dass auf ir rumgehackt wird. Und meine Mutter sieht nicht ein, dass mein Vater allen schaden zufügt und stellt sich immer sofort auf seine Seite. Auch sind sie immer wenn ich sie (einmal pro Woche) besuche betrunken, was alles noch schlimmer macht. Ich habe mir immer eine Familie gewünscht in der man auf sich achtet, aber langsam kann ich nicht mehr. Diese Last die ganzen Jahre rumzutragen war schon schlimm und jetzt wo ich es sozusagen geschafft habe - Ausbildung - Festanstellung - Wohnung, fällt es mir sehr schwer meine Familie noch zu unterstützen und ihnen bei ihren seit jahren immer gleichen Problemen zu zuhören. Sie werfen mir jedoch nun vor ich hätte mich distanziert und würde nicht zu ihnen stehen und so tun als wäre ich etwas besseres. Solche Worte tun mir sehr weh - vorallem habe ich sie ja nie schlecht gemacht oder so. Was soll ich tun? Mit meinem Vater kann man solche Themen nicht ansprechen - ich habe immer noch Angst vor seinen Wutausbrüchen und bin wohl auch gar nicht fähig diesbezüglich eine normale Diskussion mit ihm zu führen. Meine Mutter ist leider depressiv und ich habe Angst, dass sie sich was antut wenn ich mich nicht mehr regelmässig melde. Jedoch gehe ich auch kabutt wenn das so weiter geht. Danke für eure Zeit! |
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| | #2 (Permalink) |
| KSF-Team Registriert seit: 22.08.2011 Ort: Zabergäu
Geschlecht:
Beiträge: 481
Freunde: (3) | Re: Zu dominante Eltern von Lit (06.02.2012, 18:19)Huhu, ehrlich gesagt habe ich nach der Beschreibung deiner Eltern nicht den Eindruck, als würde reden noch wirklich viel bringen mit ihnen. Sie scheinen beide alkoholkrank zu sein und haben sich nicht unter Kontrolle und scheinen sogar irgendwie neidisch auf dein Leben zu sein. Denn sie selber haben nie die Kraft gehabt z.B. dem Alkohol zu widerstehen. Schade, dass sie dir alles so missgönnen. Deine Idee mit dem Kontaktabbruch kann ich daher nur unterstützen. Jeglische Versuche deinerseits, eine harmonische Familie aufrecht zu erhalten sind fehlgeschlagen und wenn sich deine Eltern nicht auf einen anderen Weg besinnen, wird es wahrscheinlich auch nie eine Familie, wie du sie dir wünschst, geben. Die Familie deines Freundes und auch er selbst sind für dich da. Und vielleicht hilft dir das Wissen, deine eigene kleine Familie mit deinem Freund irgendwann haben zu können in der du die Fehler, die deine eigenen Eltern gemacht und ständig wiederholt haben, nicht ebenso machst. Deine Schwester solltest du nicht verurteilen. Dass sie der Liebling deiner Eltern war und ist, ist nicht ihre Schuld. Letztendlich musste auch sie mit ansehen, wie mit dir umgegangen wurde und sei dir sicher, dass fand sie sicherlich nicht toll. Wahrscheinlich war sie einfach nur froh, dass sie nicht verprügelt wurde. Ich wünsche dir alles Liebe und Gute und hoffe für dich, dass deine Eltern irgendwann zur Besinnung kommen werden. LG Lit |
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| | #3 (Permalink) |
| Neuer Benutzer Registriert seit: 06.02.2012
Beiträge: 8
Freunde: (0) Themenstarter | Re: Zu dominante Eltern von pingu (07.02.2012, 09:30)Hallo Lit, Vielen dank für deine Ansicht der Dinge. Ich befürchte selber auch, dass reden hier nichts mehr bringt. Ich will auch nicht mehr unter den Problemen meiner Eltern leiden. Ich bin nunmal nicht so wie Sie und habe mir immer Mühe gegeben und hart gearbeitet und gerlent und konnte mir daher nun auch etwas aufbauen. Solange Sie sich nicht ehrlich für mich freuen und versuchen werden sich zu ändern werde ich den Kontakt abbrechen. Vielleicht brauchen sie auch einmal ein wenig Distanz um wieder Vernünftig zu werden und sich über ihre Handlungen Gedanken zu machen. Betreffend meiner Schwester ist es so, dass ich sie schon sehr gerne mag und auch alles für sie tun würde, jedoch hat sie manchmal mir gegenüber auch die Art angenommen welche meine Eltern haben. Sie ist manchmal sehr frech und verletzend ohne es zu merken. Aber sie ist erst 17 und ich denke sie hat auch selber Probleme mit meinen Eltern und daher werde ich zu ihr weiterhin den Kontakt pflegen. Ich bin auch sehr froh, musste sie nicht die Dinge durchmachen, welche ich mit meinem Vater erlebte, denn sie hätte das nicht verdient und wohl auch nicht verkraften können. Es tut mir einfach leid für meine Mutter, denn ïch war immer die einzige mit der sie reden konnte. Sie hat sehr oft vor mir geweint und das Gefühl gehabt alles falsch gemacht zu haben. Aus respekt ihren Gefühlen gegenüber bin ich halt dann auch immer zu Besuch gegangen, aber ich denke seit ich meinen Freund habe und eine "normale" Familie kennen lernen und schätzen lernen durfte, dass wenn einem eine Person wichtig ist man auch auf sie aufpasst und nicht einfach auf ihren Gefühlen herumtramplen lässt. Meine Mutter hat mich leider nie "beschützt" und sich nie gegen meinen Vater gewehrt, daher denke ich, dass ich ihr gar nicht so wichtig bin wie sie sagt, den ich beurteile Menschen langsam nach Taten und nicht mehr nach Ihren Worten. Ein schlechtes Gewissen hab ich hier trotzdem, aber ich muss wohl mal Konsequent sein um mein Leben und vielleicht ihres ändern zu können. Vielleicht ändern sie sich ja nie, aber ich bin mir sicher, dass ich eines Tages vielleicht mit meinem jetztigen Freund eine eigene harmonische Familie haben werde und eine liebevolle Mutter sein werde. Es tut einfach weh, wenn die eigenen Eltern einem dazu bringen sich von ihnen abzuwenden. Aber ich muss ja auch mein Glück vor Augen halten. Danke nochmals für deine Antwort! Ist wirklich lieb hast du dir Zeit genommen! Gruss pingu |
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